Stand:
9.8.2009
Eike W. Grunert

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così facciamo
Ensemble für Alte & Neue Musik

Unser Ensemble und unsere Gäste

Leitung:

 

Hans Huyssen (Musikalische Leitung)
wurde 1964 in Pretoria (Südafrika) geboren und studierte Cello und Komposition am Konservatorium der Universität Stellenbosch, am Mozarteum Salzburg (Cello bei Heidi Litschauer) und an der Musikhochschule München, wo er bei Hans-Jürgen von der Bose die Meisterklasse in Komposition abschloss. In Meisterkursen bei Christoph Coin und Nikolaus Harnoncourt kam er mit der historischen Aufführungspraxis in Berührung. Es folgte intensive Konzerttätigkeit mit verschiedenen Ensembles auf alten Instrumenten und zahlreiche Tourneen im In- und Ausland. Die Beschäftigung mit Alter Musik führte ihn zur Neuen Musik und zum Komponieren. Seine Werke kommen seit 1994 regelmäßig zur Aufführung, u.a. beim Steirischen Herbst, den Tagen der Neuen Musik Würzburg, dem Festival Neuer Musik St. Petersburg und den Internationalen Fredener Musiktagen, etwa durch das Österreichischen Ensemble für Neue Musik, das Mozarteum Orchester Salzburg, die Münchner Symphoniker, das Koehne Quartett (Wien), das Georgische Kammerorchester, das Ensemble così facciamo, die Camerata Freden und das Chamber Orchestra of South Africa. Hans Huyssen erhielt Kompositionsaufträge u.a. des Audi Kulturfonds, der Internationalen Fredener Musiktage, der Siemens Kulturstiftung sowie der SAMRO, des National Arts Council South Africa, sowie der Heinrich Schütz Gesellschaft. Als Mitbegründer leitet Hans Huyssen seit 1998 das Ensemble così facciamo zur Aufführung Alter und Neuer Musik auf historischen Instrumenten. 2001 dirigierte er das Münchener Kammerorchester und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit eigenen Werken. Im Januar / Februar 2002 erarbeitete und leitete Hans Huyssen für das Opernhaus Kapstadt, das Artscape Festival und das Kulturzentrum Spiers eine afrikanische Version von Henry Purcells Oper ”Dido und Aeneas”. Neue Kompositionen für verschiedene Ensembles beschäftigen sich mit dem Aufeinandertreffen der afrikanischen und europäischen Kultur. Ende Oktober 2005 erfolgte die Uraufführung seiner europäisch-afrikanischen Oper “Masque” über das Zusammentreffen und die Spannungen zwischen westlich-abendländischer und afrikanischer Kultur unter seiner Leitung am Opernhaus Kapstadt. Seit 2005 lehrt Hans Huyssen an der University of the Freestate in Bloemfontein, Südafrika.

Homepage von Hans Huyssen

Eike W. Grunert (Gesamtleitung, Management)
ist geschäftsführender Gesellschafter und Gründungsmitglied des Ensembles. Er ist für die Musiktheaterproduktion und das Management verantwortlich. Er ist Rechtsanwalt für internationale Unternehmenskäufe (Mergers & Acquisitions) und Gesellschaftsrecht in einer amerikanischen Kanzlei in München. Zuvor promovierte er am Institut für Urheberrecht der Humboldt - Universität zu Berlin zum Dr. iur. über den urheberrechtlichen Gestaltungsspielraum der Bühnenregie (Verlag C.H. Beck, München 2002), und beschäftigte sich am caroussel Theater Berlin, bei Peter Raue in der Kanzlei Oppenhoff & Rädler, in einer Kanzlei in New York und an der Komischen Oper Berlin vorwiegend mit speziellen rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen des Theaterbetriebes. Neben seinem Studium der Rechtswissenschaften in Passau und London war er als Schauspieler, Produzent und Regisseur an mehreren Theaterproduktionen beteiligt, u.a. “Die Fliegen" von Sartre (Aufführungen in Passau und Salzburg), “Endspiel" von Samuel Beckett (1994 bis 1996 in Bad Tölz, ThOP Göttingen, Passau und Theater Metropolis Salzburg), “Law of Repression" an der Wimbledon School of Arts 1993, sowie “Plenty" von David Hare mit der London University Theatre Company 1994. Zuletzt spielte er in Harold Pinters “Der Liebhaber" in der Studiobühne Passau und am Südostbayerischen Städtetheater als Sprecher in “Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" von Brecht/Weill (Spielzeit 1996/97.

Sängersolisten “L’Orfeo” 2008:

 

Stephanie Krug (Sopran)
aus München studierte am Mozarteum Salzburg bei Monika Lenz, Martha Sharp und Breda Zakotnik, sowie Aufführungspraxis der Alten Musik bei Nikolaus Harnoncourt. Sie erhielt ein Stipendium für ein Studium als Postgraduierte bei Jessica Cash an der Guildhall School in London (Early Music), wo sie mit Interpreten wie Philip Pickett und Steven Preston zusammenarbeitete. Durch eine internationale Konzerttätigkeit hat sie ein breit gefächertes Oratoriumrepertoire von der Renaissance bis zur Moderne und mit Orchestern gesungen wie den Bamberger und Münchner Symphonikern, der südwestdeutschen Kammerphilharmonie, der Musica Iuventa Halle, dem Rundfunkorchester Prag  und renommierten Ensembles für Alte Musik wie der Lauttencompagney Berlin, dem Balthasar Neumann Ensemble und dem London Consort. Sie ist außerdem Solistin des Balthasar Neumann Chores unter Thomas Hengelbrock. Als Opernsängerin führten sie u.a. Engagements zu den Händelfestspielen Halle, den Dresdner Musikfestspielen, zu den Regensburger Kulturtagen, zum Ekhoftheaterfestival Gotha, an die Barbican Hall in London, dem Festival Sémaphore in der Auvergne, dem Feldkirch Festival und dem Barockfestival der Wiener Kammeroper. Sie sang Partien von C. Monteverdi, C. Pallavicino, F. Cavalli, G. F. Händel, W. Gluck und W.A. Mozart. In Liederabenden war sie bereits Gast u.a. beim MDR Musiksommer, im Palais Lobkowitz Wien sowie dem Wiener Saal Salzburg mit Werken von W.A. Mozart, J. Haydn, F. Mendelssohn-Bartholdy, F.Schubert und H. Wolf.  Sie hat außerdem an zahlreichen Uraufführungen und CD-Einspielungen mitgewirkt. Es liegen Rundfunkaufnahmen mit dem MDR, dem BR und dem ORF vor. Stephanie Krug sang 1999 in der Semperoper Dresden (Kleine Szene) und im Rahmen unserer Tourneen 2002 und 2004 / 2005 in unserer “Poppea” die Titelpartie. Bei unseren Konzertabenden steht sie als Sopranistin im Mittelpunkt. 2004 sang Stephanie Krug in unserer Produktion “Acis & Galatea” von Georg Friedrich Händel die Partie der Galatea, und in “Dido & Aeneas in Africa” 2006 die Dido. In Monteverdis “L’Orfeo” 2008 gestaltete Stephanie Krug La Musica, Euridice und Speranza.

Mirko Guadagnini (Tenor)
aus Mailand studierte am dortigen Conservatorii Guiseppe Verdi, sein Repertoire reicht von der Barockmusik zu zeitgenössischen Komponisten (Strawinski, Castiglioni, Britten, Malipiero, Danieli, Zanolini). 1998 gewann er denn As.Li.Co Wettbewerb und übernahm verschiedenen Rollen seines Fachs beim Festival in Montepulcan sowie am Teatro Regio in Turin. Es folgten zahlreiche Partien in Turin (Fenton in Falstaff, Hortensio in Kiss me Kate), Florenz (Aeneas in Aeneas and Dido), am Theatre du Châtelet Paris (Roderigo in Verdi’s Otello unter Myung-Whun Chung), Montecarlo, Prag, italienschen Festivals und an der Oper in Montepellier. 2003 sang er bei der Eröffnung des Teatro La Fenice in Venedig Caldara’s Te Deum unter Ricardo Muti. 2004 debutierte er als Tamino in Mozarts Zauberflöte in Lecce, als Oronte in Händels Alcina in Triest, als Graf in Paisiellos Barbier von Sevillia in Venedig, und als Cassio in Verdis Otello am Theater Genf. 2005 folgte Nerone in Monteverdis L’Incoronazione di Poppea an der Oper Lyon unter William Christie und Les Arts Florissants, und Händels Messias in Florenz. Guadagnini debutierte an der Mailander Scala als Goffredo in Händels Rinaldo, sowie in der Titelpartie von Monteverdis L’Orfeo in Mailand und Madrid. Daneben umfangreiche internationale Konzerttätigkeit u.a. mit dem Orchestra della Scala, Radio France, Accademia S. Cecilia Rom, Accademia Bizantina und Europa Galante. In jüngster Zeit sang er u.a. erneut im Teatro La Fenice in Venedig, am Grand Théâtre de Genève, an der Opéra Lyon, an der Mailänder Scala, am Teatro Sao Carlos in Lissabon und an der New Israeli Opera in Tel Aviv. Mirko Guadagnini hat Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts auf CD aufgenommen, u.a. für Chandos, Astrèe, Stradivarius und Glossa. Besonders hervorzuheben ist dabei seine Gestaltung der Titelpartie in Monteverdis “L’Orfeo” für Glossa 2006 mit dem Ensemble La Venexiana unter Claudio Cavina. Mirko Guadagnini arbeitete 2008 erstmals mit dem Ensemble così facciamo zusammen, und war in einer Tournee durch Deutschland und Österreich sowie im Cuvilliès-Theater München in der Titelpartie in Monteverdis “L’Orfeo” zu erleben.

Martina Koppelstetter (Mezzosopran)
Martina Koppelstetter wurde in Süddeutschland geboren und hat nach ihrer Gesangsausbildung an der Musikhochschule, München, Engagements an verschiedenen Opernhäusern angenommen, sich aber auch gleichermaßen dem Konzert und Liedbereich gewidmet. So arbeitete sie als Oratoriensängerin u.a. mit Enoch zu Guttenberg, Helmut Rilling und Armin Jordan und war Gast bei verschiedenen Festivals, so dem Rheingau-Musikfestival, den Internationalen Festwochen in Stuttgart oder dem International Festival of Music in Bath, England. Ihr Interesse an zeitgenössischer Musik führte sie wiederholt zu der Biennale für modernes Musiktheater und dem A.deVantgart-Festival, München, Konzerten der „Musica Viva“ des BR und der Reihe „Das neue Werk“ des NDR nach Hamburg. Die letzten Jahre war Martina Koppelstetter zu Gast u.a. am Stadttheater Klagenfurt, dem Landestheater Tirol, Innsbruck und dem Staatstheater am Gärtnerplatz, München, dem sie von 2003 bis 2007 als Ensemblemitglied angehörte. Hier war sie u.a. als Dorabella ("Cosi fan tutte"), Hänsel („Hänsel und Gretel“), Suzuki („Madame Butterfly“), Nancy („Martha“) und Frau Reich („Lustige Weiber von Windsor“) zu hören, aber auch als Lilja Brik in „Majakowskis Tod“ von Dieter Schnebel. Mit così facciamo war Martina Koppelstetter erstmals als furiose Kaiserin Ottavia in der Wiederaufnahme von Monteverdis ”Poppea” 2002 zu erleben. 2008 gestaltete Martina Koppelstetter mit così faccimao die Partien der Messagera und Proserpina in Monteverdis “L’Orfeo”. Anfang 2009 wirkte sie bei der Uraufführung von Heera Kim: "Ex abrupto" im Rahmen der Musica Viva in München mit

Tobias Pfülb (Bass)
wurde 1968 in München geboren. Von 1977 bis 1980 war er Chorsänger und Solist des Tölzer Knabenchores. Erste Bühnenerfahrungen sammelte er als 3. Knabe in Mozarts Zauberflöte, den er auch in der Einspielung unter Herbert von Karajan sang. Tobias Pfülb studierte an der Musikhochschule München und war Mitglied der Opernschule. Meisterklassen bei William Cochran, Dieter Schweikart, Nicolai Ghiaurov und Bonaldo Giaiotti ergänzten seine Ausbildung. Tobias Pfülb hatte bis 2002 eine Lehrauftrag für Gesang an der Universität Augsburg. Von 2003 bis 2007 war er an den städtischen Bühnen Krefeld-Mönchengladbach festes Ensemblemitglied und gestaltete viele Rollen seines Faches, u.a. Don Pasquale in Donizettis Don Pasquale, Leone in Händels Tamerlano, Plumkett in Flotows Martha, Angelotti in Puccinis Tosca, Colline in Puccinis Bohème, Reimar von Zweter in Wagners Tannhäuser, Raimondo in Donizettis Lucia di Lammermoor, Eremit in Webers Freischütz, und Sarastro in Mozarts Zauberflöte. Seit 2007 ist Tobias Pfülb freischaffend tätig und war u.a. zu Gast beim Eckhof-Festival in Gotha, den Ostseefestspielen in Stralsund, am Theater Koblenz, Theater Hagen sowie am Staatstheater Oldenburg. Umfangreiche Konzertreisen als Solist in Europa u.a. mit dem Tölzer Knabenchor, der Chorgemeinschaft Neubeuern unter Enoch zu Guttenberg, und dem Ensemble Estampie. Tobias Pfülb arbeitete 2008 erstmals mit dem Ensemble così facciamo, und gestaltete die Basspartien (Caronte, Plutone) in Monteverdis “L’Orfeo”.

Daniel Karrasch (Tenor)
erhielt seine musikalische Ausbildung am ev. Stift Tübingen. Seit 2004 studiert er Gesang an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Prof. Gerhard Faulstich und Mechthild Kerz. Meisterkurse bei Ralf Popken, Hans Peter Blochwitz, Maria Zahlten-Hall und David LeeBrewer. Erste Bühnenerfahrung sammelte er im Rahmen der Ruhrtriennale 2005 in Sven-Eric Bechtholfs „Steine und Herzen“. Beim Braunschweig Classix Festival trat er als Monostatos und Dancairo auf. Neben seiner solistischen Tätigkeit in Oper und Konzert widmet er sich auch dem Ensemblegesang. So sang er im In- und Ausland mit dem Chor des Schleswig-Holstein Musikfestivals, Chorwerk Ruhr, dem Balthasar Neumann Chor unter Dirigenten wie Sir Neville Marriner, Peter Dijkstra und Thomas Hengelbrock. Daniel Karrasch sang 2008 erstmals mit  dem Ensemble così facciamo Pastore und Spirito in Monteverdis L’Orfeo.

Jochen Schmidt (Tenor)
stammt aus Meersburg am Bodensee und ist in Überlingen aufgewachsen. Er studierte Gesang und Ensembleleitung an der Musikhochschule Stuttgart (Prof. Julia Hamari, Carl Davis, Prof. Bernhard Jaeger-Böhm, Prof. Konrad Richter). Seine Konzerttätigkeit umfasst geistliche Werke, Liederabende und Opernkonzerte. Erste Bühnenerfahrungen sammelte Jochen Schmidt u.a. bei der Tübinger Kammeroper und dem Renitenz-Theater Stuttgart. 2001 sang Schmidt am Theater Friedrichshafen verschiedene Rollen in Hoffmanns Erzählungen, sowie die Titelpartie in Benjamin Brittens Albert Herring am Wilhelma-Theater Stuttgart. Bei der Opernakademie Bad Orb sang er Wenzel in “Die verkaufte Braut”, Nando in Eugen s’Alberts “Tiefland”, den 1. Geharnischten in Mozarts Zauberflöte, sowie Don Martino in Cherubinis “Lo sposo di tre e marito di nessuna mit dem Tübinger Kammerorchester. In Wangen und Marienbad sang Jochen Schmidt Aristeus und Pluto in Offenbachs “Orpheus in der Unterwelt”. Jochen Schmidt war Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes 2001 und ist freischaffend als Konzert- und Opernsänger sowie als Chorleiter tätig. 2008 arbeitete er erstmals mit dem Ensemble così facciamo und gestaltete mehrere Tenorpartien in Monteverdis “L’Orfeo”.

Weitere Sängersolisten (Archiv):

 

Colin Balzer (Tenor)
stammt aus Kanada und studierte an der University of British Columbia bei David Meek, sowie an der Hochschule für Musik in Augsburg bei Edith Wiens. Er belegte Meisterkurse bei James Wagner (Europäisches Musikfest Stuttgart), Rudolf Jansen und Rudolf Piernay. Neben einer umfangreichen internationalen Tätigkeit als Oratorien- und Liedsänger tritt Balzer seit 2000 regelmäßig als Opernsänger in Erscheinung, u.a. am Opernhaus Vancouver (Monteverdis ”Orpheo”, Händels ”The Choice of Hercules”), an der Oper Quebec (Puccinis ”Tosca”, Don Ottavio in Mozarts ”Don Giovanni”), sowie 2003 beim Festival Vancouver in Monteverdis ”L’Incoronazione di Poppea”, unter Steven Stubbs. 2003 war Colin Balzer Preisträger beim Wigmore Hall International Song Competition in London, sowie beim Mozartpreis Wettbewerb Gesang in Wiesbaden. Colin Balzer arbeitete 2004 erstmals mit dem Ensemble così facciamo zusammen, und war in Händels ”Acis & Galatea” als Acis zu erleben.

Thomas Cooley (Tenor)
stammt aus Minneapolis, Minnesota. Seine Ausbildung erhielt er an der DePauw University, der University of Minnesota und am Münchener Richard Strauss-Konservatorium und in Meisterkursen an der Britten-Pears School in Aldeburgh und am Steans Institut for Young Artists beim Raviena Festival in Chicago bei Anthony Rolfe-Johnson, Peter Schreier, Thomas Allen, Rudolph Piernay und Margo Garrett. Auf der Opernbühne ist Cooley seit einigen Jahren in verschiedenen Rollen zu sehen, u.a. als Tamino in Mozarts Zauberflöte, Almaviva in Rossinis Il Barbiere di Siviglia, Oronte in Händels Acina, Ugone in Händels Flavio, Leandro in Busonis Arlecchino und Sam Kaplan in Weills Street Scene. Cooley gastierte an der Bayerischen Staatsoper, der Krakauer Staatsoper, der Neuen Opernbühne Berlin, der Ex Machina Baroque Opera und beim Aldeburgh Festival (England). In der Spielzeit 2002/03 ist Cooley am Staatstheater am Gärtnerplatz München als Ferrando in Mozarts “Così fan tutte” zu erleben. Als Konzersänger mit den großen Werkes Monteverdis, Bachs, Händels, Mozarts, Mendelssohns und Britten arbeite Cooley mit Dirigenten wie Helmuth Rilling, Peter Schreier, Wolfgang Sawallisch, Bruno Weil, Joshua Rifkin Georg Christoph Biller, Enoch zu Gutenberg und Hayko Siemens zusammen, sowie mit Ensembles wie dem Gewandhausorchester Leipzig,. dem Bach Collegium Stuttgart und dem Chicago Symphony Orchestra. In così facciamos ”Poppea” 2002 war  Cooley als Kaiser Nero zu hören.

David R. Munderloh (Tenor)
stammt aus den USA und lebt in der Schweiz. Von 1991 bis 1999 war er Mitglied im amerikanischen Vokalensemble Chanticleer. In diesen Rahmen und als Solist trat er bei Konzerten, im Fernsehen und Radioübertragungen auf in Japan, Australien, Singapore, Korea, den Philippinen, Taiwan, Hongkong, Europa und den USA, mit CD-Aufnahmen u.a. Teldec Classic, Lyrichord, New Albion, Koch International. Er arbeite mit Orchestern wie dem New York Philharmonic, dem Atlanta und dem San Francisco Symphony Orchestra, sowie dem St. Paul Chamber Orchestra unter Hugh Wolff und Christopher Hogwood. Er erhielt ein Stipendium an der Schola Cantorum Basiliensisin Basel. Hier erarbeitete er sich die historische Aufführungspraxis, u.a. bei Dozenten wie Gerd Türk, Evelyn Tubb, Richard Levitt und Joshua Rifken. Förderung hat er auch durch Johann Sonnleitner und René Jacobs erfahren. Auf der Bühne hat David Munderloh Beifall als The Madwoman in Benjamin Brittens Curlew River und als Il Marchese in Niccolò Piccinnis Oper La Buona Figliola erhalten. David Munderloh arbeitete 2004 zum ersten Mal mit dem Ensemble così facciamo zusammen, und sang in Händels Acis & Galatea den Damon.

Christian Sturm (Tenor)
wurde 1978 in Andernach/Rheinland-Pfalz geboren. Er studierte zunächst Klavier und ab 2000 Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Joseph Loibl und Daphne Evangelatos. Er arbeitet Lied mit Helmut Deutsch und Céline Dutilly, Oratorium mit Christian Gerhaher und besuchte Meisterkurse bei Christoph Prégardien sowie Toby Spence. Erste Opernerfahrung sammelte er als Acis in Händels „Acis &Galatea“ zusammen mit Annette Dasch auf dem Pergamon-Altar in Berlin. Als Mitglied der Bayerischen Theaterakademie August Everding war er in zahlreichen Produktionen im Münchner Prinzregententheater zu sehen: Henry Purcells “King Arthur“ (Inszenierung Claus Guth), Axel Köhlers Inszenierung von Händels „Rodrigo“ (als Giuliano) und Brittens A Midsummer Night‘s Dream (als Lysander), in der Partie des Aeneas in Alexander Nerlichs Deutung von Pier Francesco Cavallis „La Didone“ und zuletzt als Contino Belfiore in Christian Pöppelreiters „Die Gärtnerin aus Liebe“. Weitere Partien umfassen Agenore in Mozarts „Il Re Pastore“ in München, Gomaz in Mozarts „Zaide“ in Koblenz, Basilio in „Le nozze di Figaro“ in Graz, sowie Bastien in „Bastien & Bastienne“ in Herefordshire/England. Am Theater Koblenz war Christian Sturm in der Spielzeit 05/06 als „King Arthur“ in Purcells King Arthur, als „Froh“ im Rheingold und als „Alfred“ in der Fledermaus als Gast engagiert. Ab der Spielzeit 2006 / 2007 ist Christian Sturm ständiger Gast am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Mit dem Ensemble così facciamo arbeitete Christian Sturm 2006 erstmals zusammen, und sang den Aeneas in Purcells “Dido & Aeneas”.

Martin Oro (Altus)
aus Buenos Aires machte erste musikalische Erfahrungen im Kinderchor des Teatro Colón machte und widmete sich dem Bratschenspiel, das er in der Folge bei Yuri Bashmet am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau perfektionierte. Anschließend Gesangsstudium in Fribourg (Lehrdiplom), Neuchâtel (Solistendiplom) und an der Schola Cantorum Basiliensis (Aufbaustudium). Zu seinen wichtigsten Lehrer zählen René Jacobs, Richard Levitt, Marie-Françoise Schuwey und Jeanne Roth. In der Folge sang er unter der Leitung von Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Philippe Herreweghe, Christophe Rousset, Christophe Coin, René Jacobs, Jordi Savall, Joshua Rifkin und Helmuth Rilling. Oro hat zahlreichen Opernpartien interpretiert hat, u.a. Anfinomo in Monteverdis „Il Ritorno d’Ulisse in Patria“ (Opernhaus Zürich/N. Harnoncourt), Arnalta in „L’incoronazione di Poppea“ (Teatro Massimo di Palermo/G. Garrido), Grifone in Vivaldis „Orlando finto pazzo“ (Théâtre des Champs-Elysées/A. De Marchi), Fernando in Contis „Don Chisciotte della Mancia“ (Liceo de Salamanca/W. Kuijken), Emone in Traettas „Antigona“ (Stadt Theater Biel/F. Trincal), Oberon in Brittens „A Midsummernight’s Dream“ (Opéra de Fribourg/L. Gendre); Orfeo in Glucks „Orfeo ed Euridice“ (Teatro Guaira, Curitiba). Besonders profiliert hat er sich in Opern und Oratorien von Händel mit Rollen wie Dardano (Teatro Olimpico Rom/R. Alessandrini), Nireno (Cité de la Musique/ R. Jacobs), Daniel (Gent/Ph. Herreweghe), Dydimus (Théâtre de Nîmes/ A. Zaeppfel), Hamor (Bolzen/ H. Rilling), Joad (Köln/P. Neumann), Tolomeos in “Guilio Caesare” (Zürich / Marc Minkowski, mit Cecilia Bartoli als Cleopatra). Bei der Wiederaufnahme der “Poppea” 2004 / 2005 sang Martin Oro mit dem Ensemble così facciamo den Ottone in der Schweiz und Deutschland.

Matthias Koch (Countertenor)
aus Bremen erhielt seine Ausbildung bei Mechthild Rieh, Soto Papulkas und Helga Forner. Meisterkurse bei Nancy Argenta, Barbara Schlick und Norman Shetler ergänzten seine Ausbildung. Konzertreisen führten ihn in mehrere europäische Länder, so u.a. nach Belgien, Frankreich, Italien, die Niederlande und die VolksrepublikChina (Shanghai). Er hat u.a. mit den Dirigenten Georg Christoph Biller, Andrey Boreyko, Hans Drewanz, Ton Koopman, John Mauceri, Peter Neumann, Christophe Rousset, Peter Rundel, Catherine Rückwardt, Markus Stenz und Long Yu zusammengearbeitet, sowie den Orchestern des Hessischen, Bayrischen und des Norddeutschen Rundfunks, The Amsterdam Baroque Orchestra, dem Radio-Sinfonie-Orchester Berlin, dem Collegium Cartusianum, dem Gewandhausorchester Leipzig, Les Talents Lyriques, Gürzenich Orchester, Hamburger Symphoniker, Staatsorchester Mainz, Wiener Philharmoniker und China Philharmonic Orchestra. Sein Operndebut hatte er 1997 als Ruggiero in Händels "Alcina" am  Stadttheater in Koblenz. Zu seinem Repertoire gehören, neben den großen Oratorien Bachs und Händels, außerdem Partien wie der Ruggiero in Händels „Alcina“ sowie die Titelpartie in „Tamerlano“ und „Giuglio Cesare“, die Knusperhexe in Humperdincks „Hänsel und Gretel“, Glucks „Orfeo“, Oberon in Brittens „A Midsummer Nights Dream“, Fürst GoGo in Ligetis „Le Grand Macabre“, Prinz Orlofski in Strauß´ „Die Fledermaus“, u.a. Gastverträge führten ihn an die Opernhäuser von Bremen, Chemnitz, Halle, Freiburg, Komische Oper Berlin, Köln, Leipzig, Mainz, Mannheim, Meiningen, Regensburg, Nationaloper Prag und Weimar. Er war Gast bei internationalen Festivals wie Wratislawa Cantans Breslau, Händelfestspiele Halle, Dresdner Musikfestspiele, Musica Viva München, La Chaise Dieu, Schwetzinger Festspiele und dem Festival Mecklenburg-Vorpommern.

Homepage von Matthias Koch

Monika Lichtenegger (Sopran)
geboren in Regensburg, studierte Opern- und Konzertgesang an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Claes H. Ahnsjö, Thomas Moser und Frieder Lang, sowie in der Liedklasse von Rudi Spring. Sie war Mitglied der Stiftung LIVE-MUSIC-NOW von Yehudi Menuhin. Ihr Repertoire umfasst alle wichtigen Werke der alten Musik bis in die Moderne. Sie wirkte 2001 bei den Kinderkonzerten der Münchner Philharmoniker mit und sang 2004 das Brahms – Requiem in der Philharmonie in München (Ltg. Heinrich Klug). Weiterhin beschäftigt sich die Sopranistin mit der historischen Aufführungspraxis der Alten Musik und des Barockzeitalters, u.a. in Rahmen eines Trios,  das sie zusammen mit der Lautenistin Hanna Obermeier und der Geigerin Elisabeth Einsiedler bildet. In den letzten Jahren sang sie mehrere Uraufführungen von  Liederzyklen von Jens Joneleit. 2005 nahm sie für den BR einen Liederzyklus von Rudi Spring auf. 2001 bis 2003 sang sie in Produktionen der Theaterakademie August Everding, u.a. Cupido in „King Arthur“ (Purcell), Eurydike in Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“, Florinda in der Händeloper „Rodrigo“. In Produktionen der Regieklasse der Theaterakademie stand sie in den Inszenierungen „Hänsel und Gretel“ (Humperdinck) als Gretel, „La Didone“ (Cavalli) als Cassandra und Didone auf der Bühne. Ihr beruflicher Weg führte sie anschließend zu verschiedenen Festivals, u.a. Tollwood Winterfestival (München), Festival A*Devangarde (München), Münchner Biennale, Wiener Festwochen, Berliner Festwochen, Münchner Opernfestspiele Festspiel + und Internationales Festival Hue in Vietnam. Im Januar 2006 war sie als Euridice und Genio in Haydns „Orfeo ed Euridice“ im Akademietheater des Prinzregententheaters zu hören. Monika Lichtenegger arbeitete 2006 miit dem Ensemble così facciamo zusammen, und sang die 2nd woman und die 2nd witch in Purcells „Dido & Aeneas in Africa“, sowie 2008 La Musica, Euridice und Speranza in Monteverdis “L’Orfeo”.

Silke Wenzel (Sopran)
erhielt in München ihre erste musikalische Ausbildung. Danach setzte sie ihr Gesangstudium bei Monika Lenz in Salzburg fort; es folgten Meisterkurse u.a. bei Kurt Widmer. Schon bald kristallisierte sich ihre besondere Affinität zur Alten Musik heraus, vor allem zum Werk J. S. Bachs. Als Interpretin dieser Musikrichtung ist sie in zahlreichen Konzerten im In- und Ausland zu hören, es liegen Rundfunk- und CD-Aufnahmen vor. Daneben nimmt auch das Lied einen immer größeren Platz in ihrer Konzerttätigkeit ein, wobei ihr besonders das Werk von Schubert, Wolf und skandinavischen Komponisten am Herzen liegt. 1996 gab sie ihr Operndebüt mit der Papagena in Mozarts "Zauberflöte" und wirkte seitdem regelmäßig bei Opernproduktionen mit, u.a. in allen großen Mozartpartien ihres Fachs, wie Despina in “Così fan tutte", Madame Herz in “Der Schauspieldirektor” und Blondchen in der “Entführung aus dem Serail”. Mit così facciamo sang Silke Wenzel bereits 1999 und 2002 die Drusilla in Monteverdis “Poppea”. 2004 war sie in Händels “Acis & Galate” als Coridon zu hören.

Beate Gartner (Sopran)
studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München. Nach ihrem Studium, das sie mit der Meisterklasse abschloss, gewann sie den Förderpreis der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Stiftung. Sie nahm an Meisterkursen bei Inge Borkh und Noemi Nadelmann teil und erhielt weitere Impulse während eines sechsmonatigen Studienaufenthalts in Italien bei Mirella Freni und Renata Scotto. Seit 1996 wird sie immer wieder als festes Ensemblemitglied oder als Gast am Mittelsächsischen Theater Freiberg, am Staatstheater Gera/Altenburg und dem Freien Landestheater Bayern verpflichtet. Darüber hinaus wird sie regelmäßig zu Projekten des Chors des Bayerischen Rundfunks und in den Festspielchor der Bayreuther Festspiele eingeladen und tritt auch bei verschiedenen Festivals als Solistin auf, so beim Chiemgau-Festival oder beim KlassixMix-Festival des Bayerischen Rundfunks. Zu ihren Partien zählen u.a. Musetta, Pamina, Ännchen, Eurydike, Papagena, Clorinda und Helena. 2006 gestaltete Beate Gartner die Belinda in Purcells “Dido & Aeneas” mit così facciamo.

Homepage von Beate Gartner

Volker Dörffel (Bass)
wurde 1966 in Dresden geboren. Studium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Engagements führten ihn u.a. an das Theater Chemnitz, das Nationaltheater Mannheim, die Oper Leipzig, die Landesbühne Sachsen, das Theater Hof, das Hebbel Theater Berlin, die Sächsische Kammeroper, die Komödie Stuttgart und die Freilichtspiele Schwäbisch-Hall, mit so unterschiedlichen Rollen wie Easter (Street scene), Harlekin (Ariadne auf Naxos), Kuno (Freischütz), Marchese (La Traviata), Popolani (Blaubart), Bürger/Doktor (Traumfresserchen), und Stimme (Jakob Lenz). Volker Dörffel hat darüber hinaus umfangreiche Erfahrungen als Musicaldarsteller, u.a. als Frank ‚n’ Furter (Rocky Horror Picture Show), Biberti (Commedian Harmonists), Kaiphas (Jesus Christ Superstar), Riff (West side story), Audrey II (Horrorladen), Freddy (My fair lady), Paul (Kiss me Kate), und Beadle (Sweeney Todd). Volker Dörffel arbeitete 2006 mit dem Ensemble così facciamo zusammen als Ensemblebass in Purcells „Dido & Aeneas in Africa“.

Andreas Czerney (Bass)
studierte bei Prof. Michael Schopper an der Hochschule für Musik in Frankfurt Gesang. Er begann seine Karriere als Opernsänger 1994 am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Es folgte Einladungen zu Festivals wie den Händel-Festspielen Halle, dem Wiesbadener Bachfest und dem Schleswig Holstein Festival. Neben einer umfangreichen Konzert- und Oratorientätigkeit mit Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, den Nürnberger Symphonikern, dem Leipziger Barockorchester und dem Philharmonic Choir of Israel ist er seit 2000 regelmäßig Gastsolist am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und den Städtischen Bühnen Frankfurt. Konzertreisen und Rundfunkaufnahmen führten ihn in die USA, nach Israel, Australien und Osteuropa. Besonderen Erfolg hat seine 2001 eingespielte Aufnahme von Schuberts ”Winterreise”. Mit dem Ensemble così facciamo gab Andreas Czerney 2004 sein Rollendebüt als ”Polyphem” in Händels ”Acis and Galatea”. In unserer Wiederaufnahme der “Poppea” 2004 / 2005 sang er den Seneca.

Homepage von Andreas Czerney

Henriette Meyer-Ravenstein (Mezzosopran)
studierte zunächst Klavier und dann Gesang an der Musikhochschule Hannover bei Charlotte Lehmann. Weitere Gesangsstudien bei Daphne Evangelatos, Emmy Lisken und Karl-Heinz Jarius in Frankfurt, sowie Meisterkurse speziell für Barockgesang bei Nigel Rogers, Nancy Agenta und Emma Kirkby schlossen sich an. 1987 begann Sie Ihre Opernkarriere an der Alten Oper Frankfurt mit der Titelpartie in Henze’s „Die Regentrude“, der Dorabella in Mozart’s „Cosi fan tutte“ bei den Sommerfestspielen Bad Orb, und dem Cherubino in Mozart’s „Nozze di Figaro“ mit dem Jungen Mozart-Ensemble Salem. Weitere Engagements führten sie an die Bayerische Staatsoper München (u.a. Troierin in „Kassandra“ von Peter Michael Hamel, La Natura Umana in „Il lutto dell’ universo“ von Kaiser Leopold I), das Team-Theater München (Lindora in Stradellas „Moro per Amore“ mit historischen Instrumenten), das Holland Festival (Nigel Rogers Chiaroscuro) und das A-Devantgarde Festival München. Mitte der 90er Jahre nahm sie mit dem New London Consort unter Philipp Pickett Lockes „Psyche“ für Decca auf CD auf, und war an der Uraufführung des a-capella-Musiktheaters „Quenah“ von Sandeep Baghwati beim Lasso-Festival München beteiligt. Es folgten vier Eigenproduktionen szenischer Liederabende mit dem Ensemble KonzertAkt und Tourneen durch Deutschland und Skandinavien (1996 „Liebst du um Schönheit“, 1997 „Kein Haus, keine Heimat“, 1999 „Wenn ich Dich liebe, was geht’s Dich an?“, und 2004 „Drömspegel“), u.a. mit Aufführungen im Metropol-Theater München. Henriette Meyer-Ravenstein hatte zahlreiche Lehraufträge inne für Gesang und Stimmbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, der LMU München, und der Universität Mozarteum Salzburg. Seit 2000 hat sie einen Lehrauftrag für Gesang der der Hochschule für Musik und Theater München. In unserer Wiederaufnahme der “Poppea” 2004 / 2005 war Henriette Meyer-Ravenstein als Kaiser Nero zu erleben.

Nicholas Hariades (Altus)
stammt aus London und erhielt seine Gesangsausbildung bei Michael Chance, Peter Harrison, David Wilson-Johnson, Claudia Eder und Felicity Palmer. Seit 1996 gastiert Hariades mit großem Erfolg als Opernsänger in Deutschland, Großbritannien, Österreich und der Schweiz, u.a. am Hessischen Staatstheater Wiesbaden als Mago Christiano in Händels ”Rinalodo”, als Die Nacht und Mignon in Maurizio Kagels ”Aus Deutschland”, als Angelus Novus in Grünauers ”Winterreise” und als Orpheus in Glucks ”Orpheus” bei den Herrnsheimer Schloßfestspielen Worms. 1997 war er am Opernhaus Zürich und bei den Haydnfestspielen Eisenstadt/Österreich als Ernesto in Haydns ”Il Mondo della Luna” zu erleben, 1998 am Opernhaus Halle als Gandarte in Händels ”Poro” sowie als Go Go in Ligetis ”Le Grand Macabre” am Tiroler Landestheater Innsbruck, wo er 2000 den Arsace in Händels ”Partenope” spielte. 2001 folgte der Leonida in Wilhelmine von Bayreuths ”Agenore” am Hans Otto Theater Potsdam. Neben seiner Operntätigkeit gibt Hariades regelmäßig Solokonzerte (u.a. Maifestspiele Wiesbaden, Eltville Rosentage und in der Turner Simms Concert Hall Southampton) und gastiert bei Messen und Oratorien als Solist, u.a. bei Werken von Händel (u.a. Messiah, Saul, Jeptha), Bach (Passionen, h-moll Messe, Magnificat, Kantaten), Vivaldi (Gloria, Stabat Mater) und Orff (Carmina Burana). Jüngst sang er mit dem Symphonieorchester Sevilla “Miserere” von Eslava. Bei der Wiederaufnahme unserer ”Poppea” im Frühjahr 2002 sang Nicholas Hariades den Ottone. Seit Ende 2002 lebt Nicholas Hariades in München.

Markus Forster (Altus)
aus Innsbruck absolvierte seine erste Diplomprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg an der Hochschule für Musik Mozart-eum Salzburg. Seit 1995 studiert er an der Musikhochschule Wien bei Helene Karusso und Walter Moore. Zahlreiche Solokonzerte führten ihn auch ins Ausland; unter anderem sang er bei den Festtagen der Alten Musik in Herne und mit der “Academy of St. Martin in the Fields” in Portugal. Im Januar 1999 ging er auf Solotournee nach Israel. Sein Opern-debüt gab Forster am Schloßtheater Schönbrunn bei Wien als Ottone in Monteverdis “L’Incoronazione di Poppea”. 1997 war er in Glucks “Orfeo ed Euridice” in Regensburg in der Titelrolle zu hören, im Sommer 1998 als Ottone in Händels “Agrippina” in Linz. Im Rahmen der Händelfestspiele Karlsruhe 1999 sang er die Rolle des Erminio in Scarlattis “Il trionfo dell‘ onore”. Des weiteren trat er im Sommer 1999 in J. Ph. Rameaus “Plateé” in Linz in der Titelrolle auf. Mit così facciamo sang Markus Forster 1999 den Ottone in Monteverdis “Poppea”.

Ulrike Becker (Mezzosopran)
erhielt ihre Ausbildung in Darmstadt bei Martha Morris und an der Hochschule Frankfurt a. M. bei Paula Page. Nach ihrem Operndiplom 1995 und ihrer Ausbildung in den Liedklassen Charles Spencer und Rainer Hoffmann sowie in der Oratorien-klasse Rolf Reinhardt folgte 1998 ihr Konzertdiplom (beide mit Auszeichnung). Als Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Wiesbaden 1995 nahm sie an Meisterkursen von Julia Hamari und der Kammersängerin Brigitte Fassbaender teil. Ihr Operndebüt gab sie 1994 als Dorabella in Mozarts “Cosi fan tutte”. Seither führten sie Engagements an die Oper Frankfurt, an das Landestheater Detmold und an das Staatstheater Braunschweig, 1998 zu den Oppenheimer Festspielen als “Orfeo” in Glucks “Orfeo ed Euridice”. Erste Rundfunkaufnahmen entstanden beim HR und beim SWR. Daneben erarbeitet sie sich ein umfangreiches Oratorien-repertoire und wirkte bei Aufführungen im In- und Ausland unter Dirigenten wie Wolfgang Schäfer, Winfried Toll, Martin Lutz, Mathias Breitschaft, Michael Schneider, Ralf Otto. Ulrike Becker sang 1999 mit dem Ensemble così facciamo den Nerone in Monteverdis “Poppea”.

Helmut Seidenbusch (Bass)
studierte in Salzburg, Basel und Utrecht und nahm an Meisterkursen bei Magreet Honig und Bodil Gumeos teil. Sein Repertoire umfaßt neben den großen Oratorien- und Passionspartien eine großer Anzahl Lieder verschiedener Epochen sowie Kammermusik des Barock. Er tritt regelmäßig bei internationalen Festivals wie dem Festival Aix-en-Provence, den Schwetzinger Festspielen, den Festspielen Königsfelden, den Bachwochen Stuttgart und den Tagen für Alte Musik Herne auf, und arbeitet mit Dirgenten wie Silvain Cambreling, David Stern, Philippe Herreweghe und Regisseuren wie Achim Freyer, Stepháne Braunschweig und Matthias Brenner. Seit 1996 ist Seidenbusch dem Theater Basel regelmäßig als Gast verbunden. Mit dem Ensemble Cosí Facciamo singt Helmut Seidenbusch den Seneca in Monteverdis ”Poppea”.

Benjamin Glaubitz (Tenor)
wurde 1986 in Chemnitz (vormals Karl-Marx-Stadt) geboren. Seine erste musikalische Grundausbildung erhielt er bereits im Grundschulalter an der Musikschule Limbach-Oberfrohna, bevor er 1996 in den Dresdner Kreuzchor aufgenommen wurde. Mit dem Kreuzchor gastierte er in nahezu allen großen deutschen Konzertspielstätten, internationale Gastspiele des Knabenchores führten ihn u. a. nach Ungarn, Brasilien, Argentinien, Uruguay, Finnland, Südkorea und Japan. In seiner Zeit als Kruzianer erhielt er Gesangsunterricht bei Angela Brandt und war 1. Preisträger des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“. Kurz vor seinem mit dem Abschluss des Abiturs bedingtem Austritt aus dem Dresdner Kreuzchor erhielt er 2005 als Anerkennung seiner besonderen Leistungen im Chor und zur Förderung eines Gesangsstudiums das „Rudolf-Mauersberger-Stipendium“. Während seiner Zivildienstzeit, welche er in München ableistete, erhielt er Gesangsunterricht bei dem lyrischen Bariton Peter Pöppel, war Mitglied des Philharmonischen Chores und des Vokalensemble München. Des Weiteren war er Gast bei der Gruppe für alte Musik und ist Mitglied verschiedener weiterer Ensembles. Benjamin Glaubitz arbeitete 2006 erstmals mit dem Ensemble così facciamo zusammen als Ensemblesänger in Purcells „Dido & Aeneas in Africa“.

Michael Gann (Tenor)
wurde an der Staatlichen Musikhochschule für Musik in Karlsruhe ausgebildet und erhielt Unterricht bei Hanno Blaschke (München), Aldo Baldin (Karlsruhe), Nicolai Iossifov (Stuttgart) und Richard Miller (Salzburg). 1991 gab er sein Bühnendebüt bei den Ettlinger Schloßfestspielen, 1992 war er Mitglied im Bayreuther Festspielchor und an den Städtischen Bühnen Regensburg engagiert. Seit 1993 und erneut seit 1996 hat Gann ein Engagement am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. 1995 war er im Rahmen eines Gastspiels der Oper Leipzig bei den Salzburger Festspielen in Zimmermanns “Schuhu” zu hören. Bei seiner regelmäßigen Konzerttätigkeit und bei Gastspielen in Augsburg, Coburg, Passau, Freiburg, Bonn und an der Bayerischen Staatsoper München erarbeitete sich Gann bereits ein umfangreiches Repertoire in den Bereichen Oper, Operette/Musical und Konzert. Michael Gann sang 1999 die Amme Arnalta in Monteverdis “Poppea” in der Realisierung des Ensembles così facciamo.

Regie und Ausstattung “L’Orfeo” 2008:

 

Julia Wahren (Regie)
stammt aus Hannover und hat bereits während ihres Musikstudiums in Detmold begonnen, für das Musiktheater zu arbeiten: als Assistentin von Regisseuren wie Roland Velte zur Così fan tutte am Theater Aachen, bei Willy Decker anlässlich seiner Produktion Julius Caesar an der Scottish Opera Glasgow und bei Helge Thoma, der an der Musikhochschule Detmold Monteverdis Orfeo inszenierte. In dieser Zeit begann Julia Wahren auch eigenverantwortlich zu zeichnen: mit der Opernproduktion Papagena’91 zum Mozart-Jahr 1991 am Stadttheater Herford, mit der Uraufführung Kammeroper Bobrov von Tobias Wahren nach Texten von Daniil Charms am Ulmer Theater und in zahlreichen Lyrik- und Liederabenden mit Kollegen aus Musik und Sprechtheater. Ihre freie Theaterarbeit wechselte sich ab mit einigen Jahren als Theaterkritikerin und Kulturredakteurin – und mit Festengagements als Dramaturgin am E.T.A.-Hoffmann Theater Bamberg und am Deutschen Theater Göttingen. An beiden Häusern inszenierte Julia Wahren auch. In Bamberg brachte sie Nicky Silvers Altruisten heraus sowie eigene Bühnenbearbeitungen zu Die Alte von Daniil Charms und Janet Tashjians Roman Die Welt, wie Larry sie sieht. In Göttingen führte sie Regie Dornröschenschlaf nach einer Erzählung von Banana Yoshimoto. Wahrens Inszenierungen im Schauspiel sind oft fast ebenso so musikalisch ausgerichtet wie ihre Arbeiten für die Oper. Ihr Münchner Label Theater aus freien Stücken, mit dem sie seit seiner Gründung 2006 deutschlandweit gastiert, verknüpft in seinen Produktionen Literatur, Stimme und Spiel zu einer eigenen Bühnensprache – etwa in Heimweh, in Stempenju, im Kinderstück Friedas Haus, in Jimmy Traumgeschöpf von Marie Brassard: theater-musikalische Stücke, die mit Poesie und Komik von Menschlichem und Allzumenschlichem erzählen. Mit cosí facciamo erarbeitete Julia Wahren im Frühjahr 2008 das szenische Konzert “L’Amore e La Morte”, und inszenierte in der Spielzeit 2008 / 2009 Monteverdis “L’Orfeo”.

Barbara Fumian (Bühne, Kostüme)
in Marktoberdorf geboren, studierte von 1986 bis 1989 Kunstgeschichte, Italienisch und Psychologie an der Universität Augsburg und der LMU, von 1989 bis 1994 Bühnen- und Kostümgestaltung an der Hochschule Mozarteum in Salzburg. Danach arbeitete sie als Ausstattungsassistentin am Ulmer Theater, Staatstheater Stuttgart, Aalto Theater Essen, Ruhrfestspiele.  Von 2002-2004 Art Direktion im Virtuellen Studio, Bavaria Film Interactive. Seit 1996 ist sie freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin und arbeitet u.a. in Ulm, Baden-Baden, Chemnitz, Görlitz, Stralsund und Esslingen. Außerdem ist sie seit 2005 als Szenen- und Kostümbildnerin beim Bayerischen Rundfunk tätig. Barbara Fumian gestaltete für das Ensemble così facciamo 2008 das Bühnen- und Kostümbild für Monteverdis L’Orfeo.

Gerrit Jurda (Lichtdesign)
geboren in München, sammelte bereits während seines Studiums Erfahrungen als Beleuchter am Berliner Schillertheater und an der dortigen Volksbühne. Nach seinem Abschluss als Diplom-Ingenieur für Theater- und Veranstaltungstechnik assistierte er an den Bühnen der Stadt Köln und dem Staatsschauspiel Darmstadt. Es folgten einige Jahre freischaffender Tätigkeit als Lighting Designer, u. a. für das Renaissance Theater Berlin und das Theater Zwickau sowie für die Bands "Bananafishbones" und "F. M. Einheit". Im Anschluss daran studierte er Lichtgestaltung an der Bayerischen Theaterakademie und erhielt 2002 den Bachelor of Lighting Design. Seit 2003 ist Gerrit Jurda als Beleuchtungsmeister am Prinzregententheater in München tätig. In letzter Zeit zeichnete er für die Lichtgestaltung von Produktionen an folgenden Bühnen verantwortlich: Theater Neumarkt Zürich, Metropol Theater München, Theaterfestival impulse, Sophiensaele Berlin, Jeunesses Musicales, Prinzregententheater München, Opernfestspiele Peralada, Bregenzer Festspiele. Zudem entwirft Gerrit Jurda Lichtinstallationen, unter anderem für die vodafone GmbH und Audi Deutschland. Gerrit Jurda arbeitet seit 1998 mit dem Ensemble così facciamo und besorgte das Lichtdesign für “Poppea” (1999/2002/2004), “Acis & Galatea” (2004), “Dido & Aenaes” (2006), und “L’Orfeo” (2008),

Regie und Ausstattung (Archiv):

 

Heike Hanefeld (Regie, Bühne)
 
war nach dem Studium der Musikwissenschaft in Berlin am Landestheater Halle von 1985 bis 1992 als Dramaturgin engagiert. Sie arbeitete mit Peter Konwitschny, Martin Schüler und Andreas Baumann zusammen. Seit 1990 ist sie Regisseurin, zunächst am Opernhaus Halle, dann als Gast u.a. an der Staatsoper Dresden, an den Theatern in Potsdam und Frankfurt/Oder, am Konzerthaus Berlin und bei freien Theaterprojekten. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet die Auseinandersetzung mit wenig bekannten Werken der Alten wie der Neuen Musik und das Inszenieren eigener Musik-Text-Collagen. Am Opernhaus Halle brachte Heike Hanefeld »Die menschliche Stimme«, »Das musikalische Nashorn« von Ralf Hoyer, »Die Geschichte vom Soldaten«, »Die beiden Blinden«/»Ritter Eisenfraß« von Offenbach, »Papageno spielt auf der Zauberflöte« von Eberhard Streul und »I fidi amanti« von Torelli heraus. Seither kamen u.a. bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci Händels »Apollo e Dafne« und in Baden-Baden ein Brahms-Abend »Nach Baden-Baden habe ich immer Sehnsucht« erfolgreich zur Aufführung. Weitere Inszenierungen umfassen „Livietta a Tracollo“ von Pergolesi (Theaterhaus Berlin), Amazonen – ein Barock Pasticcio (Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin), „La Diavolessa“ von Galuppi und Goldoni (Hans Otto Theater Potsdam), „Passion Petrarca“ mit Musik italienischer Madrigalisten (Konzerthaus Berlin), und „Doulce mémoire“, Maskenspiel mit Renaissance Chansons (Konzerthaus Berlin).Heike Hanefeld arbeitete 2006 erstmals mit dem Ensemble così facciamo zusammen, und inszenierte Purcells “Dido & Aeneas in Africa”.

Enke Eisenberg (Regie)
ist freie Opernregisseurin und stammt aus Braunschweig. Neben ihrem musikwissenschaftlichen Studium an der Universität Dortmund sang sie in verschiedenen Kammerchören, wie der capella tremoniensis, dem Dortmunder Josquin Ensemble und dem Vocalensemble Würzburg. Hier beschäftigte Sie sich erstmals mit der historischen Aufführungspraxis Alter Musik, aber ebenso mit Uraufführungen zeitgenössischer Werke. Am Opernhaus Dortmund erwarb sie erste Bühnenerfahrungen im Extrachor unter der Leitung von Granville Walker, es folgten mehrere Regiehospitanzen und Produktionspraktika, u.a. am Niedersächsischen Staatstheater Hannover (Wiederaufnahme von Verdis “Don Carlos” mit Karin Seinsche) und am Opernhaus Dortmund (Pucchinis “Tosca”, Regie Karin Mauksch). 1999 gab Enke Eisenberg mit Arnold Schönbergs "Pierrot Lunaire" ihr Debüt als Regisseurin am Depottheater Dortmund und in der alten Rohrmeisterei in Schwerte an der Ruhr, mit dem von ihr mitbegründeten Ensemble "Klangereignis". Seit 2002 führt Enke Eisenberg regelmäßig Abendspielleitung bei der Jungen Kammeroper Köln, u.a. bei der "Fledermaus" von Johann Strauß. 2002 bearbeitete sie Gioacchino Rossinis "La Cenerentola" und inszenierte ihre Bearbeitung als Kinderoper "Aschenputtel". In der Spielzeit 2004/2005 folgt eine Inszenierung von Mozarts ”Zauberflöte”. Enke Eisenberg arbeitete 2004 erstmals mit così facciamo zusammen, und führte Regie bei Händels "Acis & Galatea".

Rudolf Danker (1956 - 2002)
war freier Regisseur. Er studierte in München und Berlin u.a. bei Prof. Ritschbieter Theaterwissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte. Nach seinem Abschluss an der Freien Universität Berlin arbeitete er drei Jahre lang als Regie- und Dramaturgieassistent am Bremer Schauspielhaus bei Günter Krämer, Werner Schroeter, Sigrid Herzog und Hans Falàr. Es folgte ein mehrmonatiges Regiepraktikum bei Harry Kupfer an der Komischen Oper Berlin. Im Anschluss erarbeitete Danker als freier Regisseur über sechzig Inszenierungen u.a. in Hamburg, Bremen, Freiburg, München, Oberhausen, Bremerhaven, Hof, Bruchsal, Berlin und am Opernhaus Halle. Danker war auch als Autor und Bearbeiter tätig. 1999 erschien seine für das Westfälische Landestheater erstellte Dramatisierung des "Simplicius Simplicissimus" sowie “Die Nacht des Cherub" über Heinrich von Kleist und 2002 ”Gesualdo”, jeweils für die Neuköllner Oper in Berlin. 2001 gestaltete Danker am Opernhaus Halle Georg Kreislers “Du sollst nicht lieben”. Rudolf Danker führte bei unserer ”Poppea” 1999 und 2002 Regie und gestaltete das Bühnenbild. Die Erinnerung an dieses Projekt ist geprägt von Rudolfs Begeisterung und seiner schier unerschöpflichen Energie bei der stringenten Umsetzung seines klaren Regiekonzeptes. Rudolf Danker hatte einen Blick für das Extreme, und das Leben stellte sich ihm häufig extrem dar. Seine Arbeit war eine unentwegte Suche nach Bildern, diese Extreme auszudrücken und dabei vielleicht auch zu bewältigen. Er wollte das ganze menschliche Dasein erfassen, einschließlich bodenloser Abgründigkeit und schwereloser Erhabenheit. Seine Haltung gegenüber der Kunst, der Gesellschaft, dem Leben und auch gegenüber sich selbst war radikal. Diese Haltung verdient unseren Respekt. Sie führte auf der Bühne zu den für ihn typischen klaren und starken Bildern. Sein plötzlicher Tod im Sommer 2002 bedeutete für uns den schmerzhaften Verlust eines energischen und zugleich feinfühligen Mitstreiters und Freundes. Wir hatten viel gemeinsam, und gemeinsam hatten wir noch Vieles vor. Sein Andenken bedeutet für uns, in seinem Sinne weiterzumachen.

Martin Philipp (Regieassistenz, Regie)
aus Bremen studierte Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Spiel/Theater und Kulturgeschichte Jörg Richard an der Universität Bremen, u.a. mit Seminaren zu den Themen “Stück und Inszenierung”, “Praktische Theaterarbeit” und “Theaterformen der jungen britischen Dramatik”. In Zusammenarbeit mit dem Bremer Theater untersuchte Philipp die “Theaterstruktur in Deutschland” und das Thema “Dramaturgie im Theater”. Neben dem Studium belegte Philipp Pantomimenkurse bei Elke Kaiser in der Traditon von Gerald le Breton und war Mitglied im Pantomimenensemble am Ernst-Waldau-Theater Bremen. Als Schauspieler spielte er u.a. den Jason in “Medea” von und nach Euripides (Modernes Bremen), den Peter Squenz in Shakespeares Sommernachtstraum (Neue Bühne Bruck Fürstenfeldbruck) und den Harold in Harold und Maude von Collin Higgins (Wallgraben Theater Freiburg im Breisgau). Martin Phillip assesstierte Rudolf Danker bei der Erarbeitung von Monteverdis “Poppea” 1999. Von 2000 bis 2004 war Martin Philipp Regisseur und Regieassistent am Theater Luzern. Dort entstand 2003 seine umjubelte Inszenierung der “Zauberflöte” von Mozart. Martin Philipp leitete die Wiederaufnahme von Monteverdis „Poppea“ durch das Ensemble così facciamo 2004 / 2005. Von 2005 bis 2008 war Martin Philipp Mitglied des Leitungsteam am Theater Aachen.

Belinda Helm (Regieassistenz, Abendspielleitung)
wurde 1981 in München geboren. Von 1992 bis 2000 war sie aktives Mitglied der Schultheatergruppe am Gymnasium Ottobrunn. Seit 1998 ist sie Mitarbeiterin der Münchener Lach- und Schießgesellschaft. Sie hatte sieben Jahre Klavierunterricht und war vier Jahre aktives Mitglied im Schulchor. Nach mehreren Praktika im Bereich Fotoassistenz, Filmproduktion und Promotion, u.a. in Le Mans (für Audi) und Perugia (für BMW) begann sie im Herbst 2002 ein Studium der Theaterwissenschaften an der Ludwig Maxmilians Universität München. Dort assessierte sie bereits mehrfach an Inszenierungen ihres Instituts. Belinda Helm assesstierte erstmals für das Ensemble così facciamo bei der Produktion “Acis & Galatea” 2004, und hatte für die Tournee die Abendspielleitug.

Barbara Anna Keiner (Kostüme)
geboren 1967 in Bad Säckingen /Baden. Nach einem Zweijährigem Aufenthalt in London, wo sie für verschiedene Off-Theater-Produktionen die Kostüme entwarf, ging sie als Bühnen und Kostümassistentin an die Landesbühne Niedersachsen nach Wilhelmshaven. Von 1992 bis 1998 absolvierte sie ihr Studium für Bühnenbild und Kostüme an der Kunsthochschule Berlin Weissensee bei Prof. Gunter Kaiser, Prof. Heidi Brambach, Prof. Volker Pfüller und Prof. Hans-Joachim Ruckhäberle. Als Bühnenbild und Kostümassistentin betreute Sie Opern- Ballett Schauspielproduktionen, u. a. an der Hamburger Staatsoper und Staatsoper Stuttgart, am Staatstheater Darmstadt, Bremer Theater, Berliner Ensemble und Deutschen Theater Berlin, sowie Filmproduktionen. Inzwischen entstanden mehere eigene Bühnenbilder und Kostüme, u. a. für „Samiel hilf!” - Webers Freischütz für Kinder am Konzerthaus Berlin, Gretrys Oper Blaubart im Klosterhof Stift Neuzelle und der Neuköllner Oper Berlin, Charms Elizaveta Bam BAT Studiotheater Berlin, Galuppis La Diavolessa Hans Otto Theater Potsdam, Viardots Cendrillon am Konzerthaus Berlin. Barabara Anna Keiner arbeitete 2006 erstmals mit dem Ensemble così facciamo zusammen, und entwarf und erstellte die Kostüme zu Purcells “Dido & Aeneas”.

Andrea Behn (Bühnenbild)
aus Dortmund arbeitet seit ihrem Abschluss eines Grafik-Design-Studiums (1983) als freischaffende Künstlerin. Ihre Bilder wurden u.a. in Dortmund, Wuppertal, Münster, Mülheim a.d. Ruhr, Köln, Düsseldorf, Hannover, Hamburg und Paris ausgestellt. Neben ihrer Tätigkeit als Malerin beschäftigt sich Andrea Behn mit der Inszenierung von Räumen. Dabei entstanden verschiedene Performance- Installationen sowei Bühnenbilder, u.a. für “die Krankheit Tod” von Marguerite Duras und “Pierrot Lunaire” von Arnold Schönberg. Nach einer Gesangsausbildung (1991-1997) erarbeitet sich Andrea Behn die Bühne auch als Darstellerin und trat bei Konzertabenden, im Extrachor des Dortmunder Opernhauses, als Mitglied des Vokalensembles für alte Musik “Schola Piccola” und als Columbine im “Pierrot Lunaire” auf.

Solo - Instrumentalisten “L’Orfeo” 2008:

 

Anne Marie Dragosits (Cembalo, Orgel, Regal)
aus Wien studierte Cembalo bei Wolfgang Glüxam an der Universität für Musik Wien, sowie bei Ton Koopman und Tini Mathot am Koninklijk Conservatorium Den Haag. Sie absolvierte Generalbasskurse bei Lars Ulrik Mortensen und Jesper Christensen. Auftritte und Aufnahmen als Solistin und als Cembalistin verschiedener Ensembles wie vivante, progetto semiserio, Barucco, Neue Münchner Hofkapelle, Capella Leopoldina, Marini Consort Innsbruck Mit vivante gewann sie den ersten Preis beim J.H.Schmelzer Wettbewerb der Internationalen Barocktage Stift Melk im Mai 2005, im Januar 2007 debütierte sie bei den “Resonanzen” im Wiener Konzerthaus, zahlreiche Radioauftritte und Aufnahmen für den ORF. Anne Marie Dragosits arbeitete 2008 erstmals mit Ensemble così facciamo zusammen, und spielt Cembalo, Orgel und Regal in Monteverdis “L’Orfeo”.

Swantje Hoffmann(Violine)
studierte bei Prof. Walter Forchert (Frankfurt am Main) und Prof. Nora Chastain (Lübeck, Aufbaustudiengang Solistenklasse) sowie Barockvioline bei Prof. Petra Müllejans (Frankfurt, Aufbaustudiengang Alte Musik). Neben intensiver Kammermusiktätigkeit mit ihrem Klaviertrio ("Trio Sveg") und solistischen Auftritten ist sie Mitglied des Freiburger Barockorchesters und des Marini-Consort Innsbruck (Spätrenaissance- und Frühbarockmusik). 2003 war sie Gewinnerin (ex aequo) des Internationalen Barockviolinwettbewerbs "Premio Bonporti", Italien, 2005 gewann sie beim "Solistenwettbewerb Musica Antiqua" in Brügge den 3. Preis. Seit 2003 hat S. Hoffmann einen Lehrauftrag für Violine und Barockvioline an der Musikhochschule Frankfurt/Main.

Julia Hanke (Barockvioline)
studierte an der Musikhochschule Frankfurt/ Main bei Prof. Walter Forchert Violine sowie bei Hansheinz Schneeberger (Basel) und Prof. Jutta Rübenacker (Hannover). Schon vor dem Studium sammelte sie Chor-, Orchester- und Kammermusikerfahrung (insbesondere im Streichquartett).Vor und wärend des Studiums besuchte sie Kurse u.a. bei Wolfgang Jahn (Bartholdyquartett), Franco Rossi (Quartetto Italiano), Lee Fiser (La Salle Quartett) und setzte ihre umfangreiche Konzerttätigkeit in vielen Orchestern und Ensembles in Deutschland, Frankreich, Schweiz, Italien und Österreich fort. Julia Hanke spielt regelmäßig beim Musikpodium Stuttgart und dem Kammerchor Stuttgart (Frieder Bernius) und ist seit 2003 Mitglied des Emrichquartetts (Hannover). Im Bereich der Neuen Musik ist sie auf verschiedene Weise Mitarbeiterin des Ensemble Plus (Bregenz).

Reinhild Waldek (Barockharfe, Gambe, Blockflöte)
absolvierte ihr Studium am Linzer Brucknerkonservatorium in den Fächern Blockflöte und Konzertharfe mit Auszeichnung und setzte im Anschluss daran ihre Ausbildung in Holland fort: Studium Blockflöte bei Walter van Hauwe und Sebastien Marq, und Barockharfe bei Christina Pluhar. 2003 graduierte sie am Royal Conservatory in Den Haag zum Master of Music. Reinhild Waldeks besondere Liebe gilt der Polyphonie der Renaissance und der sich daraus entwickelnden italienischen Monodie. Diesen beiden Stilrichtungen widmen sich ihre Ensembles vivante und Bella Discordia, während das Blockflötentrio tricorders neben frankoflämischen und englischen Renaissanceprogrammen auch zeitgenössische Musik als einen wichtigen Aspekt der Ensemblearbeit sieht. Als festes Mitglied der Ensembles Tasto Solo, Unicorn und Accentus Austria spielt Reinhild Waldek Konzerte in ganz Europa. Sie wird außerdem regelmäßig von Ensembles wie L'Arpeggiata, Akademie für Alte Musik Berlin, Mezzaluna und L'Orfeo Barockorchester eingeladen. Auftritte bei internationalen Festivals für Alte Musik (Utrecht, Brugge, Antwerpen, Wien), sowie zahlreiche CD-Einspielungen. Reinhild Waldek ist zur Zeit als freischaffende Musikerin tätig und wohnt in Wien.

Friederike Otto (Zink)
studierte von 2001-2006 an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig bei Arno Paduch und am „Conservatoire National Supérieur Musique et Danse“ Lyon bei Jean-Pierre Canihac. Ein weiterführendes Studium an der Musikhochschule in Tilburg bei Maurice van Lieshout und William Dongois vertiefte die Kenntnis des gängigen Zinkrepertoires und weckte ein besonderes Interesse an der Musik vor 1600. Sie kann bereits auf eine bemerkenswerte Konzerttätigkeit verweisen. So war sie u. a. bei den Operproduktionen „Il Giasone“ der Staatsoper Hannover, „L’incoronazione di Poppea“ der Staatsoper Hamburg und Glucks “L’Orfeo” des Opernhauses Kassel engagiert und konzertiert regelmäßig mit so renommierten Ensembles wie der LauttenCompagney Berlin, Musica alta ripa, dem Johann Rosenmüller Ensemble, dem Thomanerchor und dem Leipziger Barockorchester.

Felix Stross (Cello)
erhielt Cellounterricht in München bei Jan Polasek, Peter Wöpke und Helmar Stiehler. Studium an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Rudolf Gleissner. Danach weiterführends Studium bei Hans-Christian Schweiker an der Musikhochschule Köln (Abteilung Aachen). Intensive Auseinandersetzung mit der historischen Aufführungspraxis und Vertiefung mit einem Aufbaustudium Barockcello bei Kristin van der Goltz an der Musikhochschule München. Felix Stross ist derzeit als Pädagoge und freier Musiker tätig, sowohl in Originalklangensemblen als auch in diversen Kammermusik- und Orchesterformationen. Felix Stross arbeitete 2008 erstmals mit così facciamo zusammen bei Monteverdis “L’Orfeo”.

Bernhard Rainer (Barockposaunen)
Geboren am 2. Sept. 1974 in Zell am See, Österreich. Nach dem Schulbesuch in seiner Heimat folgt ein Musikstudium im Fach Posaune in Graz (Hochschule für Musik) und Wien (Universität für Musik). Im Jahr 2000- 2001 Auslandsstudium in London an der Royal Academy of Music und von 2002- 2005 Studium Barockposaune an der Schola Cantorum Basiliensis (Basel) bei Charles Toet. Bernhard lebt momentan als freiberuflicher Musiker in Wien und ist spezialisiert auf historische Posaunen von Renaissance bis Romantik.

Gerhard Schneider (Alt/Tenorposaune)
Studium am Mozarteum Salzburg/Innsbruck (Posaune: Norbert Salvenmoser; Klavier: Marlies Nussbaumer). Prägende Jahre durch Howard Arman (Chor/Ensembleleitung). Verschiedene Kurse in Chorleitung (z.B. Johannes Prinz). Über Jahre hinweg als Chorleiter tätig. Orchesterdirigierdiplom am Tiroler Landeskonservatorium (Edgar Seipenbusch). Spezialisierung auf historische Posaunen und Aufführungspraxis. Kurse in klassischer Posaune bei Branimir Slokar und Armin Bachmann, in Barockposaune und Aufführungspraxis bei Bruce Dickey und Charles Toet. Seminare in Jazzposaune bei Andreas Mittermaier und Bobby Shew. Zahlreiche Auftritte in verschiedenen Ensembles und Orchestern: Marini Consort Innsbruck, L’Arpa Festante, Heidelberger Kantorei, Neue Innsbrucker Hofmusik, Orchester La Banda, Barockorchester L’Orfeo, Wiener Akademie, Capella Leopoldina, Modern Times 1800, Tiroler Symphonieorchester. Musikalische Zusammenarbeit mit vielen Chören aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz.

Christian Kramer (Barockbassposaune, Barocktenorposaune)
wurde in Innsbruck geboren. Erster Unterricht am Konservatorium in Innsbruck bei Prof. Mato Santek. Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz im Hauptfach Posaune Klassik bei Prof. Johann Pöttler und Hauptfach Posaune Jazz bei Prof. Dr. Erich Kleinschuster. An der staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen folgten die Aufbaustudiengänge künstlerische Ausbildung im Hauptfach Posaune in der Klasse von Prof. Branimir Slokar/ Prof. Armin Bachmann und im Hauptfach Barockposaune bei Prof. Wim Becu an der Abteilung für Alte Musik. Zahlreiche Meisterkurse in mehreren Genres der Musik bereicherten seine musikalische Ausbildung. Als freischaffender Musiker musiziert er neben seiner Lehrtätigkeit in Ensembles unterschiedlichster Stilbereiche: L`arpa festante/München, La Banda/Augsburg, Marini Consort Innsbruck, Märzmusik Berlin mit Mathias Weilenmann, Stadttheater Konstanz und Freiburg (Posaune, Bassposaune, Euphonium, Tuba), Rathausoper Konstanz, Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben, Baden-Badener Philharmonie, Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, Jazzorchester Tirol. An der Sommerakademie für Jazz in Konstanz, dessen künstlerischer Leiter Prof. Bernd Konrad ist, betreut Christian Kramer seit Jahren die Posaunenklasse. In ähnlicher Funktion wird er regelmäßig als Dozent zu den Arbeitsphasen des Landesjugendjazzorchesters Baden Württemberg eingeladen. 

Arno Paduch (Zink)
studierte Musikwissenschaft in Frankfurt am Main und anschließend Zink und historische Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Baseliensis. Er arbeit regelmäßig mit den wichtigsten Ensembles für Alte Musik in Deutschland zusammen, konzertiert in Deutschland und dem europäischen Ausland, wirkt bei Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für verschiedene deutsche und europäische Sendeanstalten mit und hat mittlerweile an 80 CD Produktionen teilgenommen. Seit 1992 ist er Dozent für Zink und Ensemblemusik an der Abteilung für Alte Musik der Musikhochschule in Leipzig.

Johannes Giesinger (Barockposaunen)
erhielt Unterricht Tuba bei Prof. Hell in Innsbruck sowie Barockbassposaune bei Prof. Mag. Norbert Salvenmoser, und absolvierte Meisterkurse bei Charles Toet, Bruce Dickey, Wim Becu. 1998  war er Mitbegründer des MARINI-CONSORT-INNSBRUCK welches er organisatorisch leitet. Rege Konzerttätigkeit mit den Orchestern Capella Savaria, L´Arpa Festante München, Wiener Akademie, Capella Leopoldina. CD Einspielungen mit den oben genannten Ensembles und vielen Chören, u.a. dem Wiener Kammerchor und dem Salzburger Kammerchor.

Maria Teresa Büchl (Blockflöte)
 wurde in Marburg/Lahn geboren. Schon früh erhielt sie Blockflöten- und Klavierunterricht an der Marburger Musikschule. Später besucht sie das musische „Gnadenthal-Gymnasium“ in Ingolstadt. Noch während ihrer Schulzeit begann sie Ende 2002 mit dem Blockflötenstudium in der Klasse von Professor Michael Schneider an der „Hochschule für Musik und Darstellende Kunst“ in Frankfurt am Main. Anschließend erhielt sie im Hauptstudium, das sie im Sommer 2008 sehr erfolgreich abgeschlossen hat, auch bei Martin Hublow und Maurice van Lieshout Unterricht. Im Wintersemester 2004/05 wählte sie Cembalo als zweites Hauptfach dazu. Ihre Lehrer waren seitdem Sabine Bauer und Professor Harald Hoeren. Internationale Meisterkurse und etliche Konzertauftritte runden ihre Ausbildung ab. Maria Teresa Büchl nahm u. a. an Kursen mit Han Tol, Walter von Hauwe, Gerd Lüneburger, Jesper Christensen, Robert Ehrlich, Hille Perl, Phoebe Carai und Barthold Kuijken teil und war 2006 Stipendiatin der Internationalen Händel-Akademie Karlsruhe. Als Cembalistin und Blockflötistin war sie in der  Spielzeit 2007 / 2008 am Stadttheater Gießen engagiert.

Uwe Grosser (Laute, Chitarrone, E-Gitarre)
hat seine familiären Wurzeln in Südafrika und im bayerischen Oberland. Er studierte bei Josef Hornsteiner in München und machte bei Dieter Kirsch an der Musikhochschule Würzburg sein Diplom. Er ist Partner internationaler Ensembles als Solist und Kammermusiker und hat Aufnahmen für den Bayerischen Rundfunk, den ORF und CPO-Records eingespielt. Regelmäßig gastiert Grosser als Continuo Lautinist an der Münchner Staatsoper, dem Württembergischen Staatstheater Stuttgart und an den Städtischen Bühnen Nürnberg. Zahlreiche Gastengagements führten ihn nach Grahamstown, Kapstadt und Johannesburg. Uwe Grosser betreibt außerdem eine kleine Werkstatt und  baut dort eigenhändig Lauten und Chitarronen nach historischen Vorbildern. Uwe Grosser ist seit 1999 ständiges Ensemblemitglied und hat zahlreiche Konzerte begleitet. In unserer “Poppea” 1999 und 2002 spielte er nicht nur Laute und Chitarrone, sondern gestaltete darüber hinaus mit einer modifizierten Barockgitarre die dramatische Begleitung drastischer Szenen (die Süddeutsche Zeitung titelte daraufhin: “Ba-Rock”).

Barbara Hofmann (Viola da Gamba, Violone)
widmete sich nach ihrem künstlerischen und pädagogischen Studium in Hamburg bei Prof. Ingrid Stampa und in Den Haag bei Wieland Kuijken einer umfangreichen Konzerttätigkeit. Ihre Reisen mit so namhaften Gruppen wie Musica Fiata Köln, Weser Renaissance Bremen, Lauten Compagney Berlin,  Musica Alta Ripa, Hannover und The Harp Consort, London führten sie u.a. nach Spanien. England, Frankreich, Holland, Dänemark und Polen. Sie hat mit vielen Radiosendern darunter NDR, WDR, MDR, Deutschlandfunk, BBC und Rias Berlin zusammengearbeitet. Zahlreiche CD-Produktionen zeugen von ihrer musikalischen Bandbreite. Ihr Repertoire reicht von mittelalterlicher Musik bis hin zu Aufführungen zeitgenössischer Werke.

Weitere Solo-Instrumentalisten (Archiv):

 

Christian Brembeck (Cembalo, Orgel, Keybord)
studierte Orgel, Klavier und Kirchenmusik an der Musikhochschule München und schloß "mit Auszeichnung" das Meisterklassendiplom ab. 1991 - 1996 war er Erster Gastdirigent der Capella Istropolitana Bratislava bei Konzertreisen und CD Aufnahmen. Als Studienleiter und Cembalist war Brembeck an zahlreichen Musiktheaterprojekten beteiligt, u.a. als Assistent von Menotti mit Mozarts "Apollo et Hyacinthus" (1991 Spoleto-Festival, Israel, Tokyo und Edinburgh), bei Ada Gentiles "Ruggiere" (1994 Gärtnerplatztheater Biennale München) und Purcells "Dido and Aeneas" (1996 unter August Everding, Prinzregententheater München). Brembeck ist Continuo - Organist bei führenden Orchestern der historischen Aufführungspraxis (u.a. Collegium aureum, Concerto Köln, Akademie für Alte Musik Berlin). 2003 gestaltete Christian Brembeck mit così facciamo das Passionskonzert “Zerfließe mein Herze” in Bad Tölz, Innsbruck und München. 2004 dirigiert Christian Brembeck am Badischen Staatstheater Karlsruhe das Festkonzert der Deutschen Händel Solisten mit Werken von Händel und Bach. 2006 gestaltete Christian Brembeck als Orgelsolist und Cembalist unsere Konzertreihe “Silberklang des Hochbarock” in Villingen (Benediktinerkirche), Ringsheim und Eichenau.

Homepage von Christian Brembeck

Piroska Batori (Barockvioline)
ist 1977 in Szeged / Ungarn geboren. Erster Violinunterricht im Alter von acht Jahren. Mit neun Jahren Aufnahme in die Begabtenklasse der Franz Liszt Akademie für Musik in Budapest. 1990 übersiedelte sie mit ihrer Familie nach Wien, wo sie auch die österreichische Staatsbürgerschaft erhielt. In Wien fuhr sie mit dem Violinunterricht in der Vorbereitungsklasse des Konservatoriums der Stadt Wien bei Prof. Boris Kuschnir fort. Danach Aufnahme an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien erst in die Vorbereitungsklasse dann als ordentliche Studierende / Konzertfach Violine bei Prof. Gerhard Schulz (ABQ). Zwischenstudium an der Guildhallschool of Music and Drama / London bei Prof. Krystof Smietana. Ende März 2004 Abschluss und Diplomprüfung mit Auszeichnung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seit Herbst 2004 studiert sie an der Anton Bruckner Privatuniversität Barockvioline bei Prof. Michi Gaigg. Rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland vor allem in Kammermusik und Kammerorchesterformationen. In den letzten Jahren vermehrte Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis und den Möglichkeiten mit altem und neuem Instrumentarium eine Brücke zwischen `alte` und `neue` Musik zu schlagen. Mitglied des Ensembles Moderntimes, des Bach Consorts Wien, der Wiener Akademie, und der Wiener Kammersolisten. Gewann Auswahlspiele wie; Musica Juventutis, Live Music Now/ Yehudi Menuhin Wien. Preisträgerin beim Wettbewerb Jugend Musiziert. Ehemalige Stipendiatin des Herbert von Karajan Centrums Wien und der Tokyo Foundation. Erhielt im Studienjahr 2004/05 das Arbeitsstipendium des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.Erster Preis beim Wettbewerb „das Podium“ November 2005 Barockvioline/moderne Violine. Piroska Bartori arbeitete 2006 erstmals mit dem Ensemble così facciamo zusammen in Purcells “Dido & Aeneas in Africa”.

 

David Drabek (Barockvioline)
wurde 1976 in St.Gallen (CH) geboren, und erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von 5 Jahren. Er besucht das Musikgymnasium Feldkirch (A), und lernt von 1991-1996 bei Prof. Maria Kikel am Landeskonservatorium Vorarlberg. Seine Weiterbildung führt ihn an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Er studiert in der Klasse von Prof. Gerhard Schulz (Alban Berg Quartett) und schliesst 2002 den ersten Studienabschnitt mit Auszeichnung ab. 2003 nimmt  er am Erasmus-Mobilitätsprogramm teil und absolviert ein Auslandssemester an der Musikhochschule Lübeck (D) bei Prof. Thomas Brandis. Zurzeit setzt er sein Studium in der Klasse von Prof. Ernst Kovacic in Wien fort. David Drabek widmete sich neben seinem solistischen Studium intensiv der Kammermusik. Bei zahlreichen Meisterkursen arbeitete er mit Mitgliedern international renommierter Streichquartette ( u.a. Alban Berg Quartett, Amadeus Quartett, Bartok Quartett, Takacs Quartett, Borodin Quartett, Hagen Quartett), und darf intensive Begegnungen mit musikalischen Grössen, wie György Sebok, Ferenc Rados und György Kurtag, zu seinem Erfahrungsschatz zählen. Seine musikalische Vielseitigkeit zeigt sich auch im Bereich der historischen Aufführungspraxis. Dank zahlreicher Erfahrungen im Umgang mit historischem Instrumentarium, fühlt sich der junge Geiger auch auf der Barockvioline zuhause. David Drabek nimmt rege am Konzertleben im In_und Ausland teil, und tritt,u.a. als Stimmführer der Wiener Akademie und festes Mitglied des Bach Consorts Wien, regelmässig  im Wiener Musikverein auf.

 

Roman Bunka (Oud – arabische Laute) ist einer der profiliertesten deutschen Oud-Spieler. 1951 geboren, beeindruckte er schon mit deutschen Avantgarde Rockgruppen wie "Embryo" und "Aera" und seine ersten Solo-LP durch sein orientalisch eingefärbtes Gitarrenspiel. 1976 spielt er mit dem indischen Meister-Perkussionisten  Trilok Gurtu in Bombay. Er entdeckte die Oud für seine musikalische Entwicklung, und nach Konzerten mit Okay Temiz in der Türkei wird das Kairo der achziger Jahre für einige Zeit sein musikalisches Exil in der arabischen Welt. Mit dem nubischen Sänger Mohamed Mounir vertritt er als Arrangeur und Oud-Solist Ägypten auf dem Mittelmeer Kultur Festival in Nimes, Frankreich. Solo-Konzerte in Tunis (Festival de la Medina), Kairo, Assuan, Damaskus, Aleppo, Beirut und sein Auftritt auf dem Jazz-Festival in Granada bringen seine "ganz persönliche Entdeckungsreise durch die arabische Musik" (P. Pannke) einem interessierten Welt-Musik Publikum näher. Zahlreiche Arbeiten als Komponist, Leiter und Spieler von Filmmusik, u.a. für "Al Oud" von Fritz Baumann („Gold Hugo“ Filmpreis 1992 beim Chicago International Film Festival)), "Warshots" und "Ende einer Reise" von Heiner Stadler (Bayr. Filmpreis 1992), "Bin ich schön?!" von Doris Dörrie 1998 mit dem spanischen Flamenco-Gitarristen  "Tomatito“; Fritz Baumann´s „Anansi“ und Heiner Stadler´s „Essen, schlafen, keine Frauen“ (2002). 1999 eröffnet er mit seinem Quintett "WorldWideWeb" das erste Orient-Jazz-Festival in Beirut. Mit Blixa Bargeld, Jeanne Lee und Mal Waldron nimmt er an Grace Yoon`s Multimedia-Event "Illusion des Endes" teil, das vom WDR produziert wird. Das Jahr 2000 beginnt für Roman Bunka vor den Pyramiden, zusammen mit Mohamed Mounir und Jean-Michel Jarre nimmt er am Milleniumskonzert in Cairo teil. 2001 konzertiert er mit der yemenitischen Gruppe „Firka al achwa“ in Deutschland. 2003 ist er als Arrangeur und Gitarrist mit Mohamed Mounir und Hubert von Goisern auf Europa-Tournee. Mit dem ägyptischen Musiker und Musikwissenschaftler Issam El-Mallah, dem Sänger Scheich Arabi Farag und dem Kawala-Virtuosen Achmed Arnab formiert sich das „Madih-Ensemble“, das äußerst erfolgreich mit Komponisten aus dem Bereich der Neuen Musik zusammenarbeitet. Ein Konzert im Sommer 2003 in Schloß Kalling präsentierte das neue Trio-Projekt „Orientacion“ mit dem argentinischen Gitarristen und Komponisten Luis Borda und dem Cellisten Jost Hecker, eine CD dieser Formation wurde im Sommer 2004 bei ENJA veröffentlicht. Zahlreiche CD-Aufnahmen, Rundfunk und TV-Auftritte, sowie Hörspiele, u.a. "Tunguska-Guska", Auszeichnung mit dem "Prix Futura" der BBC.

 

Bassem Hawar (Djoze – arabische Kniegeige)
geboren 1972 in Baghdad, 1987 – 1993 Studium der arabischen Musik, Fachrichtung Djoze, am Konservatorium Baghdad, Abschluss mit Prädikatsexamen. Anschließend Studium der Musikwissenschaft an der Universität Baghdad. 1995 – 1999 Lehrer für Djoze am Konservatorium in Baghdad. Gleichzeitig Mitarbeit in der Instrumentenwerkstatt des Konservatoriums, dabei Weiterentwicklung von Bau und Spieltechnik der Djoze. Zahlreiche Auftritte im Irak, in arabischen Ländern und in Europa mit den Gruppen Melodic, al-Bayariq, Babel, Yuri Honing Trio/Orient Express, Lagash, Ahoar, Baghdad Ensemble u.a. Bassem Hawar lebt seit 2000 in Deutschland.

 

Saad Thamir (Arabische Perkussion und Gesang)
geboren in Bagdad/Irak. Studium der Musikwissenschaften und Klavier an der Bagdad-Universität. Dozent für Klavier und Musikgeschichte am Bagdader Institut für schöne Künste. Lebt seit 2000 in Deutschland. Zahlreiche Auftritte europaweit und in der arabischen Welt mit u.a. den Gruppen Lagash, Yuri Honing Trio, Orpheus... Gründer und Komponist der Gruppen Lagash, Ahoar, Sidare. 1998 ausgezeichnet mit dem holländischen Kompositionspreis „New Colors For Piano“. Saad Thamir spielte 2006 erstmals mit dem Ensemble così facciamo zusammen, und gestaltete den arabischen Teil von Purcells „Dido & Aeneas in Africa“.

 

Jeremy Joseph (Cemablo, Orgel, Solorepetitor)
wurde 1978 in Durban / Südafrika geboren. Er erhielt zunächst Klavierunterrricht und begann im Alter von 9 Jahren mit dem Orgelspiel. Mit 14 Jahren wurde er Organist an der Katholischen Kathedrale von Durban. Von 1998 bis 2003 studierte Jeremy Joseph Orgel bei Martin Haselböck an der Musikhochschule Lübeck. 1999 gewann er den Internationen Gottfried Silbermann Orgelwettbewerb, und errreiche den 2. Preis im Internationalen Orgelwettwewerb von Dublin. Zahlreiche Gastengagements führten ihn als Solist zum Schleswig-Holstein Musikfestival, in  der Hamburger Musikhalle und den Wiener Musikverein, sowie nach Dallas / USA, Dresden, Madrid, Salamanca und Rom. Seiner Interpretationen wurden vom NDR, SWR und ORF aufgezeichnet und gesendet. Im Sommer 2003 wurde Jeremy Joseph bei der Wiener Akademie als Cembalist engagiert und lebt seitdem in Wien. Mit dem Ensemble così facciamo arbeitet Jeremy Joseph seit 2004 zusammen, als Solorepetitor und Cermbalist für Händels “Acis & Galatea”.

Brigitte Gasser (Gambe / Lirone)
studierte an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jordi Savall und erhielt ihr Diplom 1990. Seitdem arbeitet sie als freiberufliche Musikerin und konzertiert mit verschiedenen Solisten und Ensembles in ganz Europa. Ihr stilistisches Repertoire reicht vom 15. Jahrhundert bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Brigitte Gasser wirkte mit bei zahlreichen Radio- und Plattenaufnahmen, etwa mit dem von ihr mitbegründeten Concerto di Viole und The Earle his Viols, dem Ensemble Ferrara (Crawford Young und Randall Cook), dem Concerto Vocale (René Jacobs), dem Parlament de musique (Martin Gester), und dem Ensemble Daedalus (Roberto Festa). Sie war an Opernprojekten im Grand Théâtre Genf, am Theater Basel und bei den Festspielen in Innsbruck beteiligt. Neben ihrer Arbeit mit stilistisch getreuen Kopien von Gambeninstrumenten des 16. bis 18. Jahrhundert ist sie fasziniert vom Klang und den harmonischen Möglichkeiten der Lirone als Continuo – Instrument. Brigitte Gasser arbeitete in der Spielzeit 2004 / 2005 erstmals mit dem Ensemble così facciamo, und spielt bei der Wiederaufnahme von Monteverdi’s „Poppea“ Gambe und Lirone.

Daniel Sepec (Barockvioline)
studierte zunächst bei Dieter Vorholz an der Musikhochschule Frankfurt am Main, später bei Gerhard Schulz an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Zusätzlich besuchte er Meisterkurse bei Sandor Végh und dem Alban-Berg-Quartett. Seit 1993 ist Daniel Sepec Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, mit der er ebenfalls regelmäßig solistisch auftritt, unter den Dirigenten Daniel Harding, Thomas Hengelbrock, Frans Brüggen, aber auch in eigener Leitung, wie beispielsweise bei der CD-Aufnahme der Bach-Violinkonzerte. Angezogen von der reichen Ausdrucksvielfalt der Barockmusik gewann die Barockvioline für Daniel Sepec zunehmend an Wichtigkeit. So spielt er regelmäßig als Konzertmeister in dem auf Originalinstrumenten spielenden Balthasar-Neumann-Ensemble unter der Leitung von Thomas Hengelbrock. Als Gast-Konzertmeister luden ihn mehrmals das Chamber Orchestra of Europe, die Camerata Academia Salzburg und das Ensemble Oriol Berlin ein. Im Bereich der Kammermusik spielt er seit 1995 regelmäßig bei der Schubertiade Hohenems und ist langjähriger Gast beim Festival St. Gallen. Von 1993-1996 unterrichtete Daniel Sepec eine Klasse für Violine an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Als Solist spielt er regelmäßig mit den führenden Ensembles für Alte und auch für Neue Musik, u.a. mit dem Ensemble Oriol Berlin. Mit dem Ensemble così facciamo spielt Sepec seit 1999 das Kammerkonzert “Wandern nach jenen Ländern, schönen andern...” mit Alter und Neuer Musik aus Afrika und Europa.

Thomas Fheodoroff
wurde in Klagenfurt geboren. Ersten Violinunterricht im Alter von sieben Jahren. Violinstudium an der Wiener Musikhochschule bei Günter Pichler und Ernst Kovacic, Formanalyse bei Karl-Heinz Füssl; 1996 Diplom mit Auszeichnung.  Langjährige Beschäftigung mit Alter Musik, dabei Begegnungen mit Josef Mertin, René Clemencic, Martin Haselböck u.a.; seit 1990 Mitwirkung im Concentus Musicus Wien unter Nikolaus Harnoncourt, seit 1995 bei den Wiener Philharmonikern, 1997 Konzertmeister beim Münchner Kammerorchester (Christoph Poppen), seit 2000 Konzertmeister der Wiener Akademie (auf historischen Instrumenten). Auftritte als Solist (besonders hervorzuheben ist die Darstellung der Sonaten und Partiten für Violine solo von J.S.Bach) und Kammermusiker (orpheus klaviertrio wien, Anton Webern-Quartett Wien, Klangforum Wien) im In- und Ausland. 1997 begann Thomas Fheodoroff begann seine Lehrtätigkeit an der Wiener Musikuniversität und ist Leiter einer Ausbildungsklasse für Alte Musik am Kärntner Landeskonservatorium in Klagenfurt. Thomas Fheoroff spielt seit 1999 regelmäßig mit dem Ensemble così facciamo zusammen, er ist Mitglied des Streichquartetts in  dem afrikanischen Kammerkonzert “Wandern ...”.

Ursula Korschak (Barockvioline, Bratsche)
stammt aus Graz und lebt seit 1982 in Wien. Sie studierte Viola an der Musikuniversität Wien  (Abschluss 1985) und am Mozarteum Salzburg, sowie Barockvioline an der Schola Cantorum Basiliensis. Ursula Kortschak ist Bratschistin im Clemencic Consort Wien, den Wiener Nonetts, sowie in dem von Friedrich Cerha gegründeten Ensemble “Die Reihe”. Seit 1992 spielt Ursula Kortschak im von Nikolaus Harnoncourt geleiteten Concentus Musicus Wien. Daneben hatte sie zahlreiche Gastauftritte als Bratschistin und Geigerin in verschiedenen Ensembles, wie der Camerata Salzburg, der Wiener Akademie, dem Klangforum Wien, und dem Hesperion XX. Seit 2000 ist Ursula Kortschak Dozentin beim Music Camp Southtyrol. Ursula Kortschak arbeitet seit 1999 regelmäßig mit dem Ensemble così facciamo zusammen, insbesondere bei dem afrikanischen Kammerkonzert “Wandern..:” für Streichquartett und Sopran. Bei Händels “Acis & Galatea” 2004 spielte Ursula Kortschak als Konzertmeisterin, ebenso bei der Wiederaufnahme von Monteverdi’s „Poppea“ in der Spielzeit 2004 / 2005. Bei “Dido & Aeneas in Africa” 2006 spielte Ursula Kortschak die Solobratsche.

Ewa Miribung (Barockvioline)
wurde 1979 in Bozen geboren und erhielt dort ihren ersten Geigenunterrricht. Von 1990 bis 1996 studierte sie am Konservatorium “Claudio Monteverdi” bei Georg Egger, von 1996 bis 1999 bei Irene Trio-Lloyd in Brixen. 1999 bis 2003 studierte sie an der Musikhochschule Basel bei Prof. Alexander van Wijnkoop. wo sie 2003 mit Auszeichnung ihr Diplom erhielt. Seit 1995 gastiert Ewa Miribung regelmäßig mit dem Ensemble Baroque Europèenne De Limoges unter Christoph Coin. Sie besuchte Meisterkurse bei Chiara Banchini, John Holloway, Stanley Ritchie und Anton Steck. Ewa Miribung ist Mitglied in verschiedenen Ensembles, wie dem Balthasar-Neumann-Ensemble unter Thomas Hengelbrock, dem Capriccio Basel, dem Avalon String Ensemble, der Jungen Münchner Philharomie (unter Zubin Metha) und dem Orchester Matteo Goffriller unter der Schirmherrschaft von Nikolaus Harnoncourt. Mit dem Ensemble così facciamo spielte Ewa Miribung erstmals 2004 in Händels “Acis & Galatea” solistisch die zweite Geige.

Katrin Lazar (Barockfagott)
wurde 1977 in London geboren und wuchs in München auf, wo sie Unterricht in Blockflöte, Violine, Klavier und Fagott erhielt. Sie studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt am Main Blockflöte bei Michael Schneider und Barockfagott bei Christian Beuse. Sie spezialisierte sich für historische Aufführungspraxis und studiert derzeit am Koninklijk Conservatorium Den Haag bei Peter van Heygden (Blockflöte) und bei Donna Agrell (Barockfagott). Katrin Lazar absolvierte Meisterkurse u.a. bei Han Tol, Marion Verbruggen, Dan Laurin (Blockflöte), sowie Marc Vallon und Alberto Grazzi (Barockfagott). Neben ihrem Studium in Frankfurt war sie Choristin am Schauspielhaus Frankfurt in der Produktion “Faust I” und “Faust II” in der Tegie von Robert Schuster und Tom Kühnel. Katrin Lazar konzertiert regelmäßig als Barockfagottistin mit verschiedenen Ensembles, u.a. der Akademie für Alte Musik Berlin, La Stagione Frankfurt und der Düsseldorfer Hofkapelle. Mit dem Ensemble così facciamo spielte Katrin Lazar 2004 das Barockfagott in Händels “Acis & Galatea”.

Elisabeth Baumer (Blockflöte, Barockoboe)
wurde 1977 in Klagenfurt geboren und erhielt Unterricht in Blockflöte am Kärtner Landeskonservatorium. Früh errang sie bei Landes- und Bundeswettbewerben von “Jugend musiziert” erste und zweite Preise. Sie studierte 1996 bis 2001 Instrumentalpädagogik mit dem Hauptfach Blockflöte an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien in der Klasse von Rahel Stoellger (Diplom mit Auszeichnung). Seit 1998 studiert Elisabeth Baumer historische Oboeninstrumente am Konservatorium der Stadt Wien bei Marie Wolf, seit 2000 außerdem bei Paolo Grazzi an der Civica Scuola di Milano und am Conservatorio F.E. dell’ Abaco in Verona. Elisabeth Baumer spielt regelmäßig mit verschiedenen Ensembles wie der Wiener Akademie unter Martin Haselböck, dem Concentus Musicus Wien unter Nikolaus Harnoncourt und dem Modo Antiquo Firenze unter Federico Maria Sardelli. Sie trat bei Festivals wie dem Carinthischen Sommer, den  Musikfestspielen Schwetzingen, den Köthener Bach Festtagen, dem Festival de Pollenca und dem Early Music Festival Cracov auf. Die wirkte an der mit dem Grammy Award preisgekrönten Neuaufnahme der Mätthäuspassion von Bach mit, unter Nikolaus Harnoncourt mit dem Concentus Musicus Wien (bei Teldec). Mit dem Ensemble così facciamo spielte Elisabeth Baumer in Händels “Acis & Galatea” 2004 Blockflöte und Barockoboe.

Andreas Helm (Blockflöte, Barockoboe)
studierte von 1991 bis 1999 am Linzer Brucknerkonservatorium Blockflöte bei Johannes Mastnak und Carin van Heerden. 1993 begann er zusätzlich Oboe bei Hans-Georg Jacobi zu lernen. Durch das Interesse an der Aufführungspraxis Alter Musik entschied er sich 1998 für einen Umstieg zur Barockoboe, welche er ab 1999 am Conservatorium van Amsterdam bei Alfredo Bernardini studierte und im Sommer 2002 mit dem Konzertdiplom abschloss. Er ist Oboist des L’Orfeo Barockorchesters, der Wiener Akademie, des Ensembles NovAntique, Gründungsmitglied des Blockflötentrios tricorders und des Ensembles a la Maresienne sowie Mitglied in zahlreichen anderen Formationen. Für die Saisonen 2001 und 2002/03 wurde er vom European Union Baroque Orchestra als erster Oboist und Blockflötensolist eingeladen. Als Kammermusiker und auch solistisch konnte er schon bei zahlreichen Wettbewerben Preise gewinnen (u.a. Gradus ad Parnassum, Premio Bonporti). Konzertreisen führten ihn durch viele Länder Europas und nach China, Südafrika und Japan. Andreas Helm arbeitete 2004 erstmals mit dem Ensemble così facciamo zusammen, und spielte Flöte und Barockoper in Händels “Acis & Galatea”.

Prof. Eduard Hruza (Kontrabass)
wurde 1932 in Wien geboren und studierte an der Hochschule für Musik Wien mit dem Hauptfach Kontrabass. Mit 19 Jahren wurde er von den Wiener Symphonikern als Solobassist engagiert und hielt diese Position über 40 Jahre lang inne. Anfang der 50er Jahre gründete er zusammen mit Nikolaus Harnoncourt den “Concentus Musicus Wien”, dem er seitdem ununterbrochen angehört. Daneben wirkte er an zahlreichen Kammermusikensembles mit und war mehrmals Dozent beim Musiccamp in Brixen. Eduard Hruza hat ungezählte CD’s eingespielt und Konzertreise unternommen. Eduard Hruza musizierte 2004 erstmals mit dem Ensemble così facciamo, und spielte in Händels “Acis & Galatea” den Kontrabass. 2006 spielte er den Kontrabass in Purcells “Dido & Aeneas in Africa”.