Stand:
19.06.2007
Eike W. Grunert

Vorhang auf...

così facciamo
Ensemble für Alte & Neue Musik

Henry Purcell: Dido & Aeneas in Africa
in einer europäisch-arabischen Realisation

Aeneas, Verlierer der Schlacht um Troja und unterwegs mit dem göttlichen Auftrag zur Gründung Roms, erleidet Schiffbruch vor Karthago (heute: Tunesien). Dort verliebt er sich in die verwitwete Königin Dido – und sie sich in ihn. Sie ergehen sich in den Freuden der Liebe, das Happy – End bleibt jedoch aus: Aeneas eröffnet Dido, er müsse nun doch Rom gründen und Karthago wieder verlassen, worauf sich Dido das Leben nimmt (Todesarie „Remember me…“). Erklärungen für das Verhalten Aeneas (eine Hofintrige? das Eingreifen Jupiters? Männliches Pflichtgefühl?) und Didos bleiben vage. Begegnen sich hier zwei Welten, die so verschieden sind, dass eine die andere nicht verstehen kann?

Così facciamo realisiert das temporeiche Stück von Henry Purcell ungekürzt im englischsprachigen Original mit jungen Sängersolisten und einem barocken Instrumentalensemble, kunstvoll erweitert durch Einschübe historischer arabischer Musik, interpretiert auf historischen arabischen Instrumenten von herausragenden Musikern der arabischen Szene.

Besetzung:

Musikalische Leitung: Hans Huyssen, Regie / Bühne: Heike Hanefeld, Kostüme: Barbara Anna Keiner, Licht: Gerrit Jurda, Musikdramaturgie Jörg Them, Regieassistenz: Anna Kobayashi, Produktion: Eike Grunert

mit: Stephanie Krug (Dido), Christian Sturm (Aeneas), Beate Gartner (Belinda), Monika Lichtenegger (2nd woman, 2nd witch), Matthias Koch (Sorceress), Volker Dörffel (Ensemblebass), Benjamin Glaubitz (Ensembletenor), Hans Huyssen (Cello), David Drabek (Violine), Piroska Batori (Violine), Ursula Kortschak (Viola), Eduard Hruza (Violone), Uwe Grosser (Laute / Chitarrone), Roman Bunka (Oud – arabische Laute), Saad Thamir (arabische Perkussion), Bassem Hawar (Djoze – arabische Kniegeige)

Die Vorstellungen im Carl-Orff-Saal im Gasteig München am 27. / 29. / 30. September / 1. Oktober 2006 erfolgten als Veranstaltung der GbR Ensemble cosi facciamo mit Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München sowie der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München

 

Pressestimmen:

Purcell-Adaption als west-östlicher Divan

Verschwisterung von früh-barocker Coolness und sinnenfroher, irdisch-konkreter irakischer Maqam Musik

Eine großartige Dido mit wahrhaft königlicher Würde und Anmut

Biss mit spezifischer Würze

Arabeskes Barockmärchen mit hoher Ästhetik voller Leidenschaft und orientalischem Flair

Gekonnter Wechsel von Barockmusik und arabischen Rhythmen

Die Regie schafft eindringliche Bilder und gewinnt scharfes szenisches Profil

Musik für die Ewigkeit!